Die Schlacht der Spielmannszüge

Käpt‘n Kümos Marching Band ist in Uelzen schon eine vertraute Bekannte –  am letzten Augustsamstag zieht sie mit weiteren Spielmannszügen kreuz und quer durch die Innenstadt.

Uelzen - Von Marc Rath. In Schottland hat „The Battle of the Brass Bands“ eine lange Tradition. Angelehnt an das legendäre Edinburgher Musik-Festival plant Uelzens City-Manager Joachim Lotz am Sonnabend, 28. August, eine Deutschland-Premiere in der Innenstadt. „Das ganze Zentrum wird dann nach einem wilden Gemisch aus Marsch bis Samba, Blues bis Schlager klingen – laut und bunt“, verspricht Lotz ab 10 Uhr ein sehens- und hörenswertes Spektakel bei der „Schlacht der Spielmannszüge“.

Acht Spielmannszüge, von traditionell bis amerikanisiert, lokal wie auch auswärtig, werden kreuz und quer durch Uelzens Innenstadt ziehen. „Sie spielen laut und von weitem hörbar, sie nähern sich, sie ziehen vorbei, ein alter Marsch trifft auf Samba, ein amerikanischer Blues kollidiert mit schottischen Dudelsäcken. Sie treffen früher oder später aufeinander, üben sich in Witz und sich gegenseitig überbietender Lautstärke, um kurz darauf wieder in verschiedene Richtungen abzuziehen“, schwärmt Lotz.

Sprecher werden an wichtigen Punkten die jeweiligen Formationen vorstellen und etwas über die Geschichte des Spielmannzuges und dieser „Schlacht“ erzählen. „Es entsteht das Bild einer Rallye mit kurzen Boxenstopps und natürlich viel Tempo“, erklärt Lotz. Das Gesamtkonzept dieser Show liegt in den Händen des Musikers und Komponisten Richard Wester.

An dem Tag kommt es auch zu einem Wiedersehen mit Käptn Kümos Marching Band aus Flensburg, die in Uelzen schon zahlreiche Fans hat. Der City-Manager hat bereits auch die Rhine Power Pipe Band aus Düsseldorf, die Sonderjyske Garde aus dem dänischen Apenrade und die Black Diamonds aus Soltau verpflichtet. Lotz verhandelt gerade noch mit weiteren Musikzügen aus der Heide.

Das große Finale steigt um 15 Uhr auf dem Herzogenplatz mit einem Tattoo – dem gemeinsamen Konzert aller Gruppen. „Dort spielt jede Band zunächst zwei eigene Titel, dann intonieren alle Musiker zusammen zwei bis drei Stücke wie ,Amazing Grace‘, ,Hamburger Veermaster‘ oder ,Should auld acquaintance be forgot‘“, kündigt Lotz an, der gespannt ist, wie dieser breite Musikmix beim Publikum ankommt. „Das ist ein Kontrastprogramm, bei dem sich jeder wohlfühlt“, hofft er.

Die ersten Plakate für das nächste City-Ereignis hängen bereits. Derzeit tüftelt der City-Manager noch an einer Publikumsaktion, die Anreiz schafft, möglichst viele Formationen des Spektakels live zu erleben.

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