Martini-Markt ohne Großkarussells

Schausteller lassen Uelzen abblitzen

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Ein „Break-Dancer“ wird auf dem Martini-Markt vertreten sein. Die drei gebuchten Großfahrgeschäfte allerdings fehlen.

Uelzen. Schwerer Schlag für den Martini-Markt: Bei der siebten Auflage des Uelzener Jahrmarktes, der morgen um 16 Uhr auf dem Albrecht-Thaer-Gelände startet, wird es nur mit halber Kraft rundgehen.

Drei Schausteller, die mit ihren Großfahrgeschäften anreisen wollten, sind kurzfristig abgesprungen. Die Organisatoren Frank Wiechel und Bruno Swajkiewicz sind stinksauer. Wiechel kündigte zumindest mit Blick auf einen Karussellbetreiber rechtliche Schritte an. Mit ihm habe er einen schriftlichen Vertrag.

Für ihren Rückzieher hätten zwei Schausteller personelle sowie technische Probleme angeführt. „Ich habe aber erfahren, dass sie mit ihren für den Martini-Markt vorgesehenen Fahrgeschäften an am Wochenende auf anderen Jahrmärkten in Deutschland stehen sollen“, sagt Wiechel. Dort lockten wohl höhere Umsätze als in Uelzen.

Außerdem hätten die beiden Kirmesleute erst Anfang der Woche abgesagt. „So kurzfristig ist kein Ersatz zu bekommen.“ Der Dritte sei nicht angereist. Er hätte gestern schon mit dem Aufbau beginnen müssen, sagt Wiechel. Mehrfach habe er versucht, ihn telefonisch zu erreichen. Ohne Erfolg, wie er sagt. Einer der Schausteller habe zuvor zu seinen bereits gebuchten 21 Metern Stellfläche sich weitere zwölf für ein zusätzliches Karussell reserviert, berichtet der Uelzener Organisator. „Auf einen Schlag sind 33 Meter frei. Das ist ein Brett.“

Dass durch das Fehlen der drei großen Rundfahr-Geschäfte die Attraktivität der Kirmes leidet, ärgert auch Michael Mantau. Der Schausteller aus Stadensen steht mit seinem Autoscooter auf dem Martini-Markt. „Solche Absagen sind für keinen Rummel gut.“

Von Jens Schopp

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