Senior meldet sich nach AZ-Berichten über Bombenfunde bei der Polizei

Scharfe Granate als Dekoration

Kleinbomben-Funde im Gleisbett südlich des Uelzener Bahnhofs – die Hälfte der Sprengkörper war noch scharf. Foto: Polizei

tm Uelzen. Eine im wahrsten Sinne „scharfe“ Dekoration hatte sich ein Anwohner der Straße An den Zehn Eichen in den Garten gelegt: Eine Original Granate aus dem Zweiten Weltkrieg schmückte mehr als zwei Jahre das Steine-Feld des Seniors.

Der Anlieger hatte die rund 15 mal 10 Zentimeter große Granate nach eigenen Angaben bei Arbeiten in seinem Garten ausgegraben und sie kurzerhand behalten.

Als der Anlieger dann in der vergangenen Woche in der AZ vom Fund mehrerer ähnlicher Granaten unweit seines Grundstücks las, erinnerte er sich an seine Dekoration und entschloss sich gestern dazu, die Polizei darüber zu informieren. Die Beamten alarmierten daraufhin Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Munster – und diese Vorsichtsmaßnahme erwies sich als begründet: Die Experten stellten fest, dass die Granate noch scharf war und jederzeit hätte explodieren können. Die Sprengstoffspezialisten packten den brisanten Fund gestern Mittag vorsichtig ein und nahmen ihn mit an ihren Standort.

Vergangene Woche waren bei Bauarbeiten auf einem Abstellgleis im südlichen Bereich des Uelzener Hundertwasserbahnhofs insgesamt 14 solcher Kleinbomben gefunden worden, von denen die Hälfte noch hätte zünden können (AZ berichtete). Dadurch kam es zu teils erheblichen Behinderungen im Zugverkehr.

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