Martina Feick (31) aus Salzwedel wird bei Katastrophe auf Sardinien zur Heldin

Rettung aus den Fluten

Retterin und Gerettete einige Tage nach der Katastrophe, hier eine Aufnahme aus einem Video bei Focus-Online. Martina Feick (links) half ihrer 78-jährigen Vermieterin in allergrößter Not.

Olbia (Italien). „Ich habe nicht über die Gefahr nachgedacht. Ich habe nur gesehen: Die brauchen Hilfe“, berichtet Martina Feick (31) – immer noch aufgewühlt.

Die gebürtige Salzwedelerin rettete bei der Unwetterkatastrophe auf Sardinien (Italien) ihrer 78-jährigen Vermieterin und deren Hund das Leben. Sie trug die alte Frau aus ihrem Haus über eine Straße, die fast zwei Meter unter Wasser stand. „Wir schaffen das alle zusammen“, sagte Feick zu ihrer Nachbarin, als diese sich sträubte, ihre Wohnung zu verlassen. „Ihre Tochter ist dann noch hinter uns her geschwommen“, resümiert Martina Feick den Abend des Schreckens in der italienischen Hafenstadt Olbia.

Die 31-Jährige sprach über ihre traumatischen Erlebnisse während der Unwetterkatastrophe. „Eine Straße weiter ertrank eine bettlägerige, alte Dame“, schildert Feick und erhebt auch Vorwürfe gegen die italienischen Behörden: „Wir hatten keine Vorwarnung. Auf einmal waren die Wassermassen da.“ Insgesamt starben am Montag 16 Menschen bei dem Unwetter auf Sardinien.

Von David Schröder

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