Unfall-Flut auf eisglatten Straßen / Zahlreiche Menschen nach Stürzen verletzt

Rutschpartie im Landkreis Uelzen

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In die Eingangstür dieser Uelzener Wäscherei rutschte gestern ein Auto. Die Tür wurde dabei stark beschädigt.

Uelzen/Landkreis. Nieselregen auf gefrorenen Fahrbahnen hat gestern zu gefährlichen Straßenverhältnissen im Kreis Uelzen geführt. Allein in der Nacht und in den frühen Morgenstunden verzeichnete die Polizei mehr als ein Dutzend Glätte-Unfälle.

Dabei erlitt eine 65 Jahre alte Radfahrerin schwere Verletzungen. Sie war gegen 7. 45 Uhr auf der eisglatten Alewinstraße in Uelzen gestürzt.

Bei den Verkehrsunfällen blieb es hingegen größtenteils bei Blechschäden und leichten Blessuren. Spektakulär war der Unfall eines Lastwagens mit Anhänger auf der Kreisstraße 32 zwischen Eimke und Brockhöfe. Der 35-jährige Fahrer aus Minden verlor gegen 4.30 Uhr früh bei extremer Glätte auf leicht abschüssiger Fahrbahn die Kontrolle über sein Gefährt. Dieses geriet ins Schleudern, touchierte mehrere Bäume und blieb im Straßengraben stehen. Für die Bergung des Lkw wurde ein Spezialkran eingesetzt, die K 32 war bis zum späten Morgen voll gesperrt. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden beträgt etwa 50 000 Euro.

Eine Rutschpartie erlebte auch ein 42-jähriger Autofahrer auf der glatten Mühlenstraße in Uelzen. Sein VW Golf fuhr gegen 0.15 Uhr zunächst drei Holzpoller um und prallte dann gegen die Eingangstür einer Wäscherei. Diese wurde erheblich beschädigt, der Schaden liegt bei etwa 5000 Euro. Der Fahrer sei zunächst geflüchtet und habe sich erst in den Morgenstunden bei der Wäscherei gemeldet, sodass gegen ihn jetzt wegen Unfallflucht ermittelt werde, erklärte Polizeisprecher Kai Richter.

Hochbetrieb herrschte gestern in der Notaufnahme des Klinikums Uelzen. „Wir hatten drei- bis viermal so viele Patienten wie an einem gewöhnlichen Tag. Es wurden zahlreiche Radfahrer und Fußgänger eingeliefert, die sich durch Stürze Knochenbrüche zugezogen hatten“, sagte Klinikums-Pressesprecherin Stefanie Albrecht. Die Mitarbeiter hätten berichtet, dass ein Krankenwagen nach dem anderen angekommen sei.

Auf große Schwierigkeiten stieß auch die Müllabfuhr. Aufgrund der Glätte brach der Abfallwirtschaftsbetrieb gestern die Leerung der Bio- und Restmülltonnen in einigen Gebieten des Kreises Uelzen ab – und zwar ersatzlos. „Es erfolgt keine zusätzliche Abfuhr an einem anderen Tag“, betonte Kreissprecher Martin Theine. Jedoch könnten betroffene Haushalte bei der nächsten Abfuhr in 14 Tagen Müllsäcke zu den Abfalltonnen stellen. Die Menge dürfe die Größe des Abfallbehälters aber nicht übersteigen.

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