„Offene Ateliers“ in Niendorf II, Hambrock und Westerweyhe / Besucher erleben Bilder und Techniken

Rundreise durch die Kunstwelt

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Die „Wächter-Vögel“ der Künstlerin Katrin Hofstätter zeigten sich dieses Jahr fröhlich, bunt und dekorativ.

Hambrock/Niendorf II/Westerweyhe. Der umgebaute Schweinestall der Künstlerin Ingeborg Michaelis in Niendorf II war am Wochenende nur einer von vielen Publikumsmagneten.

Zum elften Mal öffneten auch die Künstler Katrin Hofstätter, Ulf Krüger, Jürgen mit Jörg Kulaczewski und Rüdiger Schwarz ihre Ateliers. Sie zogen damit sehr viele Besucher an, die eine Rundreise durch die Kunstwerkstätten in Hambrock, Niendorf II und Westerweyhe unternahmen, um künstlerische Abenteuer zu erleben. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

Mit großer Begeisterung scharten sich die Kunstliebhaber zum Beispiel in dem großzügigen Atelier der Künstlerin Ingeborg Michaelis um einen Tisch mit den Skizzenbüchern. Zahllose Studien luden zum Betrachten ein. Und auch die größeren Gemälde an den Wänden fanden Bewunderer ihrer „ungeheuren Schaffenskraft“, von der sich ihre Atelierbesucher an beiden Tagen überzeugten.

Mit ihren Themen, den Frauenbildern, beeindruckt die renommierte Künstlerin Kunstfreunde weit über die Region hinaus. So erlebten die Besucher ein Wiedersehen mit den Werken, die von der Künstlerin unter der Überschrift „Frauen stützen die Hälfte des Himmels“ schon seit längerem der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Große Bewunderung ernteten die auf Porzellan-Kacheln gemalten Vögel. „Diese Arbeiten erfordern viel Geduld“, erläuterte Michaelis, „weil die Kacheln anders als bei den großen Gemälden, die sich mit der Zeit entwickeln, immer wieder zwischendurch in den Brennofen müssen.“

Viele Einzelheiten zu den Techniken, aber auch zu den Motiven der Künstler erfuhren die Besucher in ganz persönlichen Gesprächen. „Das ist wunderbar“, meinte die Grafikerin Jutta Roeder-Fölski aus Bad Bevensen, als sie im dritten der offenen Ateliers angekommen ist. „Dieser Einblick, den uns die beteiligten Künstler bieten, lässt uns erfahren, was die Region an Kunst zu bieten hat.“

Für die treuen Besucher des „Offenen Ateliers“ eröffnete sich ein sensibler Blick für die Entwicklung, die Künstler durchmachen. Wer im vergangenen Jahr die „Wächter-Vögel“ von Katrin Hofstätter kennengelernt hat, konnte in diesem Jahr „die fröhliche Variante“ bestaunen. Die junge Künstlerin beschrieb, wie sie die Vögel von der zweidimensionalen Darstellung auf der Leinwand abgehoben als dekorative Standfiguren gestaltete.

Bei Rüdiger Schwarz fanden Naturliebhaber die Ergebnisse seiner Beschäftigung mit dem Schweimker Moor. Als Gast war der Künstler Ulf Krüger aus Hamburg das erste Mal dabei. Er präsentierte fröhliche Bilder, „die dem Betrachter den gleichen Spaß machen sollen, den ich dabei empfunden habe.“

Von Angelika Jansen

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