Molzener beklagen sich über zunehmende Belastung durch Lkw-Verkehr

Die Not mit den Rübenlastern

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Die Molzener leiden unter dem Schwerlastverkehr, der durch ihren Ort rollt –während der Rübenkampagne ist es besonders hart, sagen sie.

aja/ib Uelzen-Molzen. Vor allem der Schwerlastverkehr lässt die Bürger in den Orten Masendorf, Molzen und Riestedt nicht schlafen. Tagsüber haben sie Angst um ihre Kinder und nachts rumpeln die Lkws über die Brücke an der Mühle.

„Da stehe ich senkrecht im Bett, wenn die da drüber rasen“, beschwerte sich ein Bürger bei der jüngsten Ortsratssitzung. Er will wissen, welche Möglichkeiten die Verwaltung habe, den Verkehr aus den Orten zu verbannen.

„Rechtlich ist da nichts zu machen“, erklärte Bernd Behn, Leiter des Fachbereichs Straßen und Grünflächen bei der Stadt Uelzen, „weil die Kreisstraßen genau die Funktion erfüllen, diesen Verkehr aufzunehmen und an die Bundesstraßen heranzuführen.“ Die Straßen seien aber nicht ausgelegt für ein derartig hohes Aufkommen an Schwerlastverkehren, hielt ein anderer Bürger dagegen, der fürchtete, dass die Straßenbaulast bei der nächsten Straßenerneuerung an den Anliegern hängenbleibt. „Das regelt die örtliche Straßenausbausatzung“, versucht Henning Gröfke das erregte Gemüt zu beruhigen, „bei Durchgangsstraßen können bis zu 40 Prozent der Ausbaukosten auf die Anlieger umgelegt werden.“ Bei reinen Anliegerstraßen könnten bis zu 70 Prozent der Baukosten auf die Anlieger zukommen.

Mehr zum Verkehrsproblem lesen Sie am Montag in der AZ.

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