Rübenanbauer- und Aktionärsverband zieht gemischte Bilanz der Kampagne

Ein durchwachsenes Jahr

+
Die Erträge in der zurückliegenden Rübenkampagne waren recht unterschiedlich gewesen. Diese Bilanz zog gestern der Rübenanbauer- und Aktionärsverband Nord bei seiner Winterversammlung in der Uelzener Jabelmanhalle.

Uelzen/Landkreis. „Die Rübe hat den Stress gemeistert.“ Das war gestern die gute Nachricht des Vorsitzenden Eckart Hinrichs für die mehr als 200 Teilnehmer der Winterversammlung des Rübenanbauer- und Aktionärsverbandes Nord (RAN) und der Nordzucker AG in der Uelzener Jabelmannhalle.

Lesen Sie passend dazu:

"Das war das Jahr der Rübe"

Der Ertrag in der Region Uelzen hatte bei 65 Tonnen pro Hektar gelegen – und damit etwas unter dem langjährigen Durchschnitt. „Insgesamt blicken wir auf ein eher durchwachsenes Rübenjahr mit teilweise sehr differenzierten Ernte-Ergebnissen. Die Natur hielt hier und dort einige Belastungstests für die Rübe bereit“, lautete Hinrichs‘ Fazit.

Dass es bis zum gestrigen Tag noch keine Rübenpreise gab, beunruhigte wohl keinen der Anwesenden auf der Versammlung. In ganz Europa hätten erst zwei Unternehmen die Preise schon ausgehandelt. Der Verband werde das schon richten, vertrauten die Anbauer ihren gewählten Vertretern.

„Ein guter Preis ist besser als ein schneller Preis“, sagte Georg Sander, Manager für die Rübenbeschaffung im Uelzener Werk der Nordzucker AG. „Gezielte Investitionen haben eine gleichmäßig hohe Verarbeitung der Kampagne ermöglicht.“ Die abgelaufene Kampagne bezeichnete Sander jedoch als eher mäßig.

Zu den politischen Entwicklungen auf europäischer Ebene sprach danach Jürgen Winter. „Wir treten für Regelungen ein, die einen erfolgreichen Rübenanbau und eine wettbewerbsfähige Zuckerproduktion in unserem Verbandsgebiet sichern sowie alle Mitglieder gleich behandeln“, betonte er vor dem Hintergrund der EU-Beschlüsse zur Abschaffung der Quotenregelung ab dem Jahr 2017.

Jürgen Winter

„Im Hinblick auf die Zuckerpreise erwarten die Anbauer einen Preis auf ähnlichem Niveau der letzten beiden Jahre“, sagte Jan-Wilhelm Strampe als neu gewählter Regionalvertreter des RAN. Dabei waren die Erträge im Norden Niedersachsens wesentlich besser als im Süden, weil die Witterung starke regionale Unterschiede zeigte, erklärte Dirk Wollenweber vom Anbauerverband Südniedersachsen. „Überflutete Flächen in Südniedersachsen haben uns Sorgen gemacht“, berichtete er. Nach mehreren Tagen unter vollständigem Sauerstoffabschluss seien viele Rüben weit entfernt von den großen runden Knollen gewesen, die man sonst verarbeitet habe.

Bei den turnusgemäß stattfindenden Wahlen zur Regionalvertretung des RAN wurden Friedrich-Karl Bodin (Natendorf), Joachim Oelze (Schwienau), Henning Saucke (Bienenbüttel), Jan-Wilhelm Strampe (Barum) und Dr. Lutz Beplate-Haarstrich (Suderburg) zu Mitgliedern gewählt.

Von Angelika Jansen

Mehr zum Thema

Kommentare