Im neuen Stadtparlament sind gleich sieben Parteien vertreten – die FDP nicht mehr

Rot-Gelb in Uelzen abgewählt

Das ist die vorläufige Sitzverteilung im neuen Uelzener Stadtparlament. Quelle: Stadt Uelzen

Uelzen. Die rot-gelbe Regierung in der Stadt Uelzen ist nach fünf Jahren zu Ende: Die Wähler haben SPD und FDP dramatische Stimmenverluste beschert, die Freien Demokraten sind künftig gar nicht mehr im Stadtrat vertreten.

Stattdessen schafften die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), die Rentnerpartei (RRP), die Piraten und „WIR für Uelzen“ erstmals den Sprung ins Stadtparlament. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 47,4 Prozent.

Großer Gewinner in der Stadt Uelzen sind die Grünen, die gegenüber 2005 von damals 6,95 Prozent ihr Ergebnis auf 15,14 Prozent hochschrauben konnten. Die SPD stürzt von 47,32 Prozent auf 36,87 Prozent ab. Die CDU kommt jetzt auf 35,39 Prozent (2005: 40,1), die FDP erreicht nur noch 1,29 Prozent (2005: 4,36). Stärkste Partei von den neuen Vertretern im Stadtrat ist „WIR für Uelzen“ mit 5,33 Prozent, dahinter kommt die UWG (2,13), Piraten (1,44) und RRP (1,41). Sie sind im Parlament, weil es bei der Kommunalwahl keine Fünf-Prozent-Hürde gibt. Keinen Sitz erlangte der Einzelbewerber Frank Wiechel (1,01 Prozent).

Durch die neue Sitzverteilung ist völlig offen, welche Mehrheit sich künftig im Stadtrat formieren wird. Rot-Grün würde eine Sitzmehrheit haben, denkbar wäre aber auch eine CDU-Grünen-Regierung mit einem oder mehreren kleinen Partnern.

Von Thomas Mitzlaff

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