Zahlreiche Feste halten die Sanitäter auf Trab

Retter des DRK aus Uelzen im Dauerstress: Aufgebot beim Musikfestival „Open R“

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Ein Rettungswagen des DRK im Einsatz: Zu Beginn der Freiluftsaison warten auf die meist ehrenamtlichen Helfer eine besonders intensive Einsatzzeit.

Uelzen. Bei rund 300 Veranstaltungen im Landkreis stehen die Ersthelfer des Kreisverbandes Uelzen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) parat, um im Notfall zur Stelle sein zu können. Die Retter haben jetzt mit Beginn der Freiluftsaison Hochkonjunktur.

Sei es bei Schützenfesten, Sportveranstaltungen wie Reitturnieren oder Großevents wie das bevorstehende Stadtfest beziehungsweise das „Open R“ in Uelzen.

„Das Stadtfest ist für uns nicht so aufwändig wie das ,Open R’“, sagt Andreas Schulze, Leiter der Kreisbereitschaft. Beim Stadtfest sei seine Organisation mit zwei Rettungswagen und vier Mann vertreten. Das habe in den vergangenen Jahren immer ausgereicht. Bei diesem Stadtfest indes belege das DRK die halbe Schulstraße an den Stadtfest-Tagen – allerdings nur, um die ehrenamtliche Tätigkeit der Retter in ihrer ganzen Bandbreite zu präsentieren. Hierfür seien am Tag 20 bis 25 Helfer in der Stadt zugegen.

Für das dreitägige Musikfestival auf dem Albrecht-Thaer-Gelände am ersten Juniwochenende sind täglich zwischen 50 bis 60 Rettungssanitäter oder -assistenten auf dem Areal unterwegs. Der personelle Aufwand richtet sich nach dem so genannten Maurer-Schema. Das ist ein Verfahren zur Risikobewertung von Großveranstaltungen. Mithilfe eines Algorithmus kann errechnet werden, welches Risiko- und Gefahrenpotenzial eine Veranstaltung birgt und wie viele Rettungskräfte entsprechend vorgehalten werden müssen. Beim DRK-Kreisverband sind aktuell 150 Rettungsassistenten beziehungsweise -sanitäter im Einsatz.

Die Zahl der anfallenden Einsätze bei Großveranstaltungen sei am Ende stark witterungsabhängig, sagt Schulze. Werde es heiß, schnellten die Hilfeleistungen in die Höhe. Erst tränken die Menschen, denen die Retter helfen müssten, zu wenig, zu späterer Stunde sei Alkohol im Spiel. Die notwendige Mannschaftsstärke für das „Open R“ auf die Beine zu stellen, sei überhaupt kein Problem, sagt Schulze. „Wir bekommen für die Veranstaltung Anfragen von den umliegenden Kreisverbänden, ob sie uns unterstützen können“, weiß Andreas Schulze. Die Retter sehen und hören Sir Elton John und Co. natürlich gratis.

Von Jens Schopp

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