Drei Monate nach dem Brand an der Mühlenstraße sind die Schäden fast beseitigt / Ermittlungen dauern an

Restaurant und Kraftwerk auf gutem Weg

Wiedereröffnung vor Augen: Philipp Trumpf packt mit an.

Uelzen. Die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung laufen auf Hochtouren: Spätestens zum Wochenende soll im Alcatraz wieder normaler Betrieb herrschen.

Knapp drei Monate ist es her, dass ein Brand an dem Lokal und einem angrenzenden Wasserkraftwerk einen Gesamtschaden von mehr als 160 000 Euro verursacht hat.

Zunächst war Restaurant-Inhaber Philipp Trumpf davon ausgegangen, innerhalb einer Woche den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Doch die Schäden erwiesen sich als schwerwiegender als anfänglich angenommen, so dass sich auch die zweite Prognose, im April wieder öffnen zu können, erübrigte.

„Inzwischen liegen wir bei etwa 96 Prozent“, beschrieb Trumpf gestern den Stand der Vorbereitungen. Einige Kleinigkeiten seien noch zu erledigen, doch bis zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft „werden wir uns wieder richtig eingespielt haben“, ist er optimistisch. Die Schäden betrafen vor allem das Dachgeschoss, wo sich auch die Aggregate für die Kühlanlage befanden, und die Elektrik. Auf rund 70 000 Euro beziffert Trumpf die Schadenssumme, die von der Versicherung getragen wird.

Die Zwangspause nutzte Trumpf für verschiedene Renovierungsarbeiten, die im laufenden Betrieb nicht möglich gewesen wären.

Der Brand Anfang März ging von einer großen Mülltonne aus, die sich vor dem Gebäude befand. „Brandstiftung“, benennt Polizeisprecher Kai Richter die Ursache, „vorsätzlich oder fahrlässig.“ Die Ermittlungen dauerten noch an.

Auch das zweite Opfer der Flammen, das Wasserkraftwerk, ist auf dem besten Wege, instandgesetzt zu werden. „Ende nächster Woche geht das Werk wieder ans Netz“, berichtet Franziska Albrecht von den Stadtwerken. In den vergangenen drei Monaten musste der Ausfall des Werks, das bis zu 220 000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen kann, durch andere Standorte kompensiert werden. Die bauliche Sanierung des Gebäudes werde Ende Juni abgeschlossen, so Albrecht.

Von Karsten Tenbrink

Kommentare