CDU: Landkreis soll „Mittelstandsfreundliche Kommune“ werden

Reese kontert Voigtländer

Claus-Dieter Reese (CDU).

Uelzen. Neue Runde im politischen Schlagabtausch zwischen CDU, FDP und RRP (Rentner- und Rentnerinnenpartei) auf der einen und der SPD auf der anderen Seite.

„Entweder hat die SPD unseren Antrag nicht gelesen oder aber nicht begriffen“, attackierte Claus-Dieter Reese, CDU-Fraktionschef im Kreistag, gestern die Genossen. Diese hatten sich zuvor dagegen gewehrt, die Beschäftigten im Kreishaus unter den Generalverdacht der „Faulheit und Inkompetenz“ zu stellen. „Worte, die wir nie gewählt haben und die in unserem Antrag, in dem wir eine effektivere und effizientere Arbeit der Kreisverwaltung gefordert haben, überhaupt nicht auftauchen“, wetterte Reese gestern in Richtung seines sozialdemokratischen Pendants, SPD-Fraktionschef Jacques Voigtländer. Der CDU-Politiker weiter: „Es darf schließlich nicht vergessen werden, dass Voigtländer und ich in der Vergangenheit drei bis vier Mal im Kreishaus gewesen sind, um die Arbeit der Kreisverwaltung zu optimieren. “ Es gehe nicht darum, die Mitarbeiter zu verunglimpfen, sondern zu motivieren.

In dem Zusammenhang möchte sich Reese mit seinen politischen Mitstreitern dafür einsetzen, dass sich der Landkreis als „Mittelstandsfreundliche Kommune“ zertifizieren lässt. „Wir wünschen, dass uns der Landrat bei der Realisierung eines entsprechenden Forderungskataloges unterstützt“, machte Reese deutlich.

Schlanke Verwaltungsverfahren, Investitionen in die Infrastruktur, Förderung von Innovationen und Existenzgründungen – dies sind beispielsweise Kriterien, die eine Kommune erfüllen muss, um als „mittelstandsfreundlich“ zu gelten. Insgesamt umfasst der Katalog 14 Kriterien.

Vor diesem Hintergrund helfe es nichts, wenn sich die Politik gegenseitig kritisiere – es gelte einfach, die Verwaltung im Sinne von Wirtschaft und Bürgern zukunftsfähig zu gestalten, so der Christdemokrat.

Von Andreas Becker

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