Dehoga-Kreischef Schwarz: Kritische Worte zu Löhnen / Beteiligung am TDZ

„Rechtzeitig positionieren“

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Einstimmig im Amt bestätigt: Michael Schwarz aus Bad Bevensen wird den Dehoga-Kreisverband Uelzen auch in den kommenden drei Jahren führen.

Uelzen. Der Kreisverband Uelzen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) möchte sich in das derzeit im Aufbau befindliche Touristische Dienstleistungszentrum (TDZ) verstärkt einbringen.

Die Mitglieder des Kreisverbandes erklärten gestern Nachmittag bei ihrer jährlichen Zusammenkunft den festen Willen, sich sowohl als Mitherausgeber an einem kreisweiten Gastgeberverzeichnis als auch an einer Imagebroschüre finanziell zu beteiligen. Wie hoch der zu leistende finanzielle Obolus und wie genau die Beteiligung im Detail aussehen sollen, möchte der Kreisverband „in den nächsten zwei bis drei Monaten“ in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschließen. Dort möchten sich die Hoteliers und Gaststättenbetreiber auch über weitere Einzelheiten zum TDZ informieren.

„Es ist wichtig, dass wir uns in dieser Angelegenheit rechtzeitig positionieren. Wenn wir zu lange warten, ist es zu spät und der Zug fährt ohne uns ab“, appellierte der zu Beginn der Versammlung einstimmig in seinem Amt bestätigte Dehoga-Kreischef Michael Schwarz aus Bad Bevensen.

Unabhängig von der Beteiligung am neuen Dienstleistungszentrum nahm Schwarz die Mitglieder auch noch in weiteren Bereichen in die Pflicht: „Dehoga-Mitglieder sollten sich unbedingt am Ausbildungsrahmenplan orientieren. Das heißt, dass wir uns an die vorgegebenen Arbeitszeiten halten und die Auszubildenden auch regelmäßig zum Schulunterricht lassen.“ Damit nicht genug – Schwarz legte den Finger noch in eine weitere Wunde: „Es ist ganz schlimm, wenn Dehoga-Mitglieder die tariflich vereinbarten Löhne nicht zahlen. Sicherlich sitzt das Geld nicht so locker – aber: Wenn wir feste Arbeitskräfte haben möchten, müssen wir auch entsprechend zahlen.“ Abgesehen davon müssten selbstverständlich auch die Ausbildungsinhalte stets überprüft und an die heutigen Gegebenheiten angepasst werden. Dies gelte auch für das Wissen, das die Auszubildenden von ihrem jeweiligen Standort haben sollten. Michael Schwarz: „Ich erwarte einfach, dass sich Auszubildende an ihrem Arbeitsort schlau machen und auf die Fragen von Gästen hinsichtlich der nächsten Apotheke oder des nächsten Arztes antworten können. Dem ortsfremden Gast muss eine korrekte Auskunft gegeben werden.“ Fatal sei es, wenn der Auszubildende oder auch andere Mitarbeiter mit den Schultern zucken und darauf verweisen würden, dass sie nicht von hier kämen.

Von Andreas Becker

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