Verträge des zurückgetretenen Uelzener Citymanagers schlagen weiter hohe Wellen

Rathaus will Überprüfung der Affäre Lotz

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Bürgermeister Jürgen Markwardt will dem Aufsichtsrat der WFG vorschlagen, dass zwei unabhängige Personen den Sachverhalt prüfen.

loh/nre Uelzen. Die Vertragsaffäre um den inzwischen zurückgetretenen Citymanager Joachim Lotz schlägt weiter hohe Wellen. Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) wird sich am morgigen Dienstag erneut mit dem Thema befassen.

Wie die Hansestadt Uelzen am Sonntag mitteilte, wird bei der Sitzung Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt dem Gremium vorschlagen, zwei unabhängige Personen mit der Überprüfung des Sachverhaltes zu beauftragen. Markwardt hatte als Aufsichtsratsmitglied der WFG im Frühjahr die umstrittenen Verträge mit abgesegnet, jetzt sollen offene Fragen in der Affäre schnell geklärt werden.

Zum Hintergrund: Vor drei Jahren hatte Citymanager Joachim Lotz mit seiner Schimmel Papeterie GmbH Insolvenz angemeldet. Die WFG, die bis dahin dem Citymanager 30 000 Euro zahlte, hatte Lotz daraufhin zum geringfügig Beschäftigten gemacht. Seit Anfang des Jahres zahlte die WFG dann den Differenzbetrag zu den 30 000 Euro an eine Unternehmergesellschaft, die die Ehefrau von Lotz gegründet hatte. Dadurch waren Gläubiger ausgehebelt worden. WFG-Chef Markus Schümann und Citymanager Joachim Lotz legten ihre Ämter nieder.

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