Derzeit Bagger zugange

Update: Räumung hat begonnen

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Ein Bild, an das manche Uelzener nicht mehr geglaubt haben.

Uelzen. Es ist so weit: die Räumung des Schuttberges am ehemaligen Katasteramt hat begonnen. Erst Dienstag wurde der Container geliefert, heute morgen wurde bereits mit den Arbeiten begonnen.

Zwei Bauarbeiter sind am frühen Morgen dabei, den Berg mit Hilfe eines Baggers abzutragen. An der Stelle, an der gestern noch ein Container stand, befindet sich jetzt ein kleiner Haufen mit Bauschutt, der fertig zum abtransportieren ist.

Artikel vom Dienstag:

Uelzen. Auf dem Gelände des ehemaligen Katasteramtes gibt es Veränderungen: Seit gestern steht dort ein Container für den Bauschutt bereit. „Insofern scheint jetzt offenbar tatsächlich Bewegung in die Angelegenheit zu kommen“, erklärt Kreissprecher Martin Theine auf AZ-Nachfrage. Im vergangenen Monat hatte der Eigentümer des Grundstücks, ein Lüneburger Immobilienmakler, an der Ecke Gudesstraße/Mauerstraße in Uelzen angekündigt, bis Ende August den Schuttberg zu räumen.

Das vom Eigentümer beauftragte Unternehmen hat nach Angaben von Theine jüngst in einer Mail gegenüber der Kreisverwaltung angekündigt, Anfang dieser Woche mit der Einrichtung der Baustelle beginnen zu wollen. Im weiteren Verlauf dieser Woche sollen auch die Räumarbeiten starten, teilt Theine mit.

So sah es noch am Dienstag aus: Der Container wurde am Vormittag neben dem Schuttberg platziert.

Unterdessen kündigt der zuständige Richter Stefan Rothenberg vom Amtsgericht Uelzen eine mündliche Verhandlung gegen den Grundstückseigentümer an. Wie berichtet, hatte das Gericht Strafbefehl gegen den Makler wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen erlassen, nachdem bei einer durch die Staatsanwaltschaft Lüneburg veranlassten Untersuchung von Bodenproben herausgekommen war, dass der Schutt mit Asbest und Schimmelpilzen verseucht sein soll. Der Lüneburger sollte 90 Tagessätze von jeweils 50 Euro zahlen. Gegen diesen Strafbefehl sei jedoch Einspruch eingelegt worden. Vorausgesetzt, dass dieser Einspruch nicht zurückgenommen wird, will Rothenberg in einer mündlichen Verhandlung über den Strafbefehl entscheiden, kündigt er an. Ein Termin für die mündliche Verhandlung im Amtsgericht steht noch nicht fest.

Auch der Landkreis Uelzen hatte in Folge der Bodenuntersuchungen eine Zahlungsaufforderung an den Grundstückseigentümer gerichtet. Da dieser nach Gesprächen mit der Kreisverwaltung jedoch erneut angekündigt hatte, den Schutt des vor zwei Jahren abgerissenen Fachwerkhauses zu entfernen, hatte der Kreis von der Vollstreckung des Zwangsgeldes von insgesamt 3000 Euro zunächst abgesehen.

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