Schwierige Verhandlung

Räuberische Erpressung in Trinkermilieu: 14. Urteil für 28-Jährigen

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Vor dem Amtsgericht in Uelzen wurde die räuberische Erpressung verhandelt.

nre Uelzen/Bad Bevensen. Zu einer Strafe von neun Monaten auf Bewährung hat das Amtsgericht Uelzen einen 28-Jährigen verurteilt, der von einem Saufkumpanen Geld forderte und ihn schlug, als dieser nicht zahlte.

Der junge Mann geriet in der Vergangenheit bereits immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Gerichte – unter anderem in Neubrandenburg, Neustrelitz oder Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern, dort wurde der 28-Jährige auch geboren –, verurteilten ihn bereits wegen Drogendelikten, der Erschleichung von Leistungen, Körperverletzungen sowie sexueller Nötigung. Der 28-Jährige besaß zu Prozessbeginn bereits 13 Vorstrafen. Das Opfer, ein 48-jähriger Alkoholiker, kennt er von gemeinsamen Trinkgelagen in Bad Bevensen. Von ihm soll der 28-Jährige im Herbst des ver- gangenen Jahres bei Treffen vor Einkaufsmärkten 150 Euro verlangt und ihm auch mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.

Die Beweisaufnahme vor dem Schöffengericht erwies sich als schwierig. Zeugen, die den Angeklagten und das Opfer von Gelagen kannten, erklärten vor Gericht, sich nicht an die Vorfälle erinnern zu können, mit denen der Vorwurf der räuberischen Erpressung untermauert werden könnten. Und das Opfer: Es erschien erst verspätet bei Gericht und war auch angetrunken. Vor Prozessbeginn hatte das Opfer 2,5 Liter Bier getrunken.

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