Landkreis will ein Kataster für Trassen anlegen / Gelder aus Leader-Programm

Radwege ohne Risse

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Tim Ruschenbusch, Auszubildender bei der Landesbehörde für Straßenbau, ist in diesen Tagen unter anderem an der B 191 im Einsatz und reinigt mit Druckluft die Risse im Asphalt.

nre Uelzen/Landkreis. Entlang der Bundesstraßen ist die Landesbehörde für Straßenbau zurzeit dabei, die Radwege auszubessern. Risse in den Fahrbahnen werden zunächst mit Luftdruck gereinigt, bevor sie mit Bitumen ausgebessert werden.

Aber wo zuerst anfangen mit den Arbeiten? Bei welcher Trasse ist es drängend, dass sie saniert wird. Mit einem Radwegekataster will der Landkreis Uelzen den Überblick behalten. Im Rahmen des Projektes sollen die Ausbaustandards und Zustände der Radwege und -infrastrukturen systematisch erfasst, bewertet und in eine digitale Radwege-Datenbank eingepflegt werden, informiert der Landkreis. Ziel sei, konkrete Empfehlungen für prioritäre Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Bundes, Landes-, Kreis- und Gemeinderadwegen zu erhalten.

Für sein Vorhaben darf der Landkreis mit EU-Mitteln aus dem sogenannten Leader-Topf in Höhe von 36 000 Euro rechnen. Bei dem Fonds handelt es sich um Gelder, mit denen Gemeinschaftsleben gestärkt, Naturräume entwickelt oder auch Tourismus- und Kulturangebote geschaffen werden sollen. Bis 2023 stehen für die Region 2,4 Millionen Euro zur Verfügung, um Maßnahmen bis zu 60 Prozent zu fördern. Zu diesen Projekten gehört neben dem Radwegekataster auch der Ausbau des Campingwagen-Stellplatzes in Gr. Liedern (AZ berichtete) und ein hydraulisch-technisches Verfahren zur Verringerung des Energie- und Wasserverbrauchs in der landwirtschaftlichen Bewässerung. Es wurde in einem internationalen Forschungsprojekt entwickelt und soll nunmehr in der Praxis im Landkreis Uelzen bei Nienwohlde erprobt werden. Die Zuschusshöhe von Leader für dieses Vorhaben beträgt 45 950 Euro.

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