Noch in diesem Jahr soll der Kreis vom ADFC zertifiziert werden

Radtourismus hat Potenzial

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Jürgen Clauß, Geschäftsführer der Heideregion Uelzen, erhofft sich neue Impulse für den Tourismus im Kreis. Das Plakat in seinen Händen entspricht – bis auf die Größe – den Tafeln, die an zehn Orten Orientierungshilfe und Service bieten sollen.

Uelzen. Die Zahlen sind schlechter, die Stimmung ist trotzdem positiv – so lässt sich in Kürze die Großwetterlage bei der Heideregion Uelzen beschreiben.

Der für den Tourismus im Landkreis zuständige Verein hat sich gestern zur Tourismusentwicklung in diesem Jahr geäußert.

„Die Zahlen des statistischen Landesamtes für das erste Halbjahr zeigen, dass wir eine um gut drei Prozent rückläufige Zahl von ankommenden Urlaubern haben und dass diese im Vergleich zum Vorjahr kürzer bleiben“, erklärte Geschäftsführer Jürgen Clauß. Als mögliche Erklärungen nannte er insbesondere die Bautätigkeiten am Kurhaus Bad Bevensen, die geschlossenen Hotels in Uelzen sowie den unbeständigen Sommer.

Sorgen bereiten ihm die schwächeren Zahlen allerdings nicht: „Die bilden nur einen Teil des touristischen Gesamtgeschehens ab, denn erfasst werden nur die Übernachtungen in gewerblichen Unterkünften ab neun Betten.“ Übernachtungen in den privaten Unterkünften und Tagestouristen werden nicht gezählt.

Und gerade in diesem Bereich gebe es positive Entwicklungen: „Wir hören von den Tourismus-Centern, dass die Stadt- und Bahnhofsführungen in Uelzen sowie Ortsführungen außerhalb in diesem Jahr sehr stark nachgefragt waren. Und unsere Region ist insgesamt eher eine für Kurztrips“, erklärt Clauß.

Künftig soll das Thema Fahrradtourismus weiter ausgebaut werden: Noch in diesem Jahr rechnet Clauß mit einer Zertifizierung als Radreiseregion durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC). Clauß: „Wir wären die erste zertifizierte Region in Norddeutschland. Radfahren ist bei uns jetzt schon die beliebteste Freizeitaktivität, aber durch das Zertifikat könnte der Tourismus einen zusätzlichen Schub bekommen und auch die statistischen Zahlen wieder besser werden.“

Ausruhen wird man sich auf dem möglichen Erfolg nicht: Eine bessere Vermarktung als Wanderregion steht auch an. Clauß: „Das Thema Wandern wollen wir modern ausbauen.“

Von Steffen Kahl

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