Neues Wegenetz für Landkreis steht / Beschilderung erfolgt bis Herbst

Mit Radtourismus glänzen

+
Der Ist-Zustand: Mit teils verwitterten Schildern wird den Radlern im Landkreis Uelzen der Weg gewiesen. Das soll sich nun bis Herbst ändern.

Uelzen/Landkreis. Der Landkreis Uelzen will künftig stärker beim Radtourismus punkten. Aus diesem Grund ist das Radwegenetz im Kreisgebiet überarbeitet und auch digital erfasst worden.

Spätestens im Herbst sollen die alten, teils verwitterten Hinweisschilder an den Wegen erneuert werden. 1322 Wegweiser sind für das 1182 Kilometer umfassende Streckennetz zu bestellen, wie Rolf Spittler bei der Mitgliederversammlung der Heideregion erläuterte.

Spittler gehört zur Aube Tourismusberatung aus Bielefeld, deren Mitarbeiter im Auftrag der Heideregion in den vergangenen Monaten das Streckennetz abfuhren, Daten zum Zustand der Wege sammelten und ein Ausschilderungskonzept erstellten, das keine Fragen bei den Radlern offen lässt. Denn wie Peter Gerlach von der Heideregion Uelzen bei der Versammlung berichtete, könne sich der Landkreis keine unzufriedenen Radtouristen leisten. „Sie sind viel unterwegs, geben Erfahrungen weiter“, so Gerlach. Da beim Radtourismus alle Bundesländer miteinander konkurrierten, sei ein optimales Radwegenetz Grundlage für einen stärkeren Radtourismus. Diese Überlegung sei auch der Ausgangspunkt für das neue Radwegekonzept gewesen, das in einem ersten Anlauf an der Finanzierung gescheitert sei.

Mit Leader-Mitteln könne es nun jedoch realisiert werden, dazu seien auch Fernstrecken im Netz berücksichtigt worden, so Gerlach. Zudem gebe es Radrundwege zu thematischen Schwerpunkten und Routen, die an touristischen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Mit Piktogrammen, so Spittler, sollen die einzelnen Rundwege für den Radfahrer leicht auseinandergehalten werden. Die Symbole könnten an Masten oder an Hinweisschildern angebracht werden. Wichtig sei dabei, dass alle Hinweise für die Urlauber schnell zu überschauen seien. „Sie befinden sich in der Bewegung, wollen nicht immer absteigen müssen“, so der Tourismusexperte.

Beim Abfahren des Streckennetzes sind von den Bielefeldern auch sogenannte Wegattribute wie Zustand der Strecken, Wegbreiten und Verkehrsbelastungen sowie Höhenprofile oder Rastplätze festgehalten worden, um Radlern, die immer mehr auf GPS-Daten setzen, einen Service in Form eines digitalisierten Wegenetzes zu bieten. Beim Erfassen waren einzelne Rundwege und Routen auch noch einmal überarbeitet worden. In diesem Zusammenhang sprach er die Möglichkeit der Zertifizierung als Rad-Reise-Region durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Deutschland (ADFC) an. Das Prädikat sei nicht nur ein Beleg für Qualität im Radtourismus, sondern zugleich auch noch ein Aushängeschild für die Vermarktung der Region.

Dafür muss das neue Radwegenetz im Landkreis Uelzen jedoch zunächst neu ausgeschildert sein. Peter Gerlach sagte, dass nachdem nun die Vorarbeit geleistet sei, nun die Hinweisschilder ausgeschrieben werden.

Kommentare