Neue Kreisverkehre an Königsberg und Uelzener Versicherung sorgen für Irritationen

Radler dürfen im Sattel bleiben

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Beim Ein- und Ausfahren aus den zwei neuen Kreisverkehren ist besondere Vorsicht geboten. Grundsätzlich gilt hier: Wer ein- oder ausfährt, hat die Vorfahrt der im Kreisel Fahrenden zu beachten. Und Radler müssen auf der ausgewiesenen Fahrradfurt neben den Zebrastreifen nicht absteigen.

Uelzen. Absteigen oder nicht absteigen? Das ist an den neuen Kreisverkehren an der Uelzener Versicherung und am Königsberg immer wieder die Frage – nicht nur für Fahrradfahrer, sondern auch für Autofahrer.

Denn fast täglich gehen bei den Beamten der Uelzener Polizei Anrufe von verunsicherten Verkehrsteilnehmern ein, die nicht wissen, wie sie sich an den Kreiseln zu verhalten haben. Vor allem die Vorfahrtsregelungen im Miteinander von Kraftfahrzeugen und Radlern scheinen unklar.

Um es vorweg zu nehmen: Die Fahrradfahrer müssen an den beiden Kreiseln nicht absteigen und haben Vorrang vor den Autos, die in den Kreisverkehr einbiegen oder aus ihm herausfahren. „Neben dem Zebrastreifen gibt es eine eigene Fahrradfurt für sie“, erklärt Polizei-Pressesprecher Kai Richter. Bedeutet: Hier können Radfahrer im Sattel bleiben. Grundsätzlich gilt für Kreisverkehre, die mit dem „Vorfahrt gewähren“-Schild gekennzeichnet sind sowie mit dem blauen Schild, auf dem drei weiße Pfeile eine Ronde bilden: Fahrzeuge im Kreisverkehr haben grundsätzlich Vorrang. So auch bei den beiden genannten Kreiseln in Uelzen. „Das Tempo sollte deshalb bei Annäherung an einen Kreisverkehr herabgesetzt werden“, empfiehlt Kai Richter.

Beim Ausfahren aus den Kreiseln müssen die Autofahrer vor allem auf Fahrradfahrer achten, die in die gleiche Richtung wie sie fahren – die Radler haben nämlich Vorrang. Auch auf querende Fußgänger hätten ausfahrende Fahrzeugführer als Abbieger besondere Rücksicht zu nehmen und gegebenenfalls anzuhalten, so Richter.

Besonders anspruchsvoll für alle Verkehrsteilnehmer sei der Kreisverkehr zwischen Königsberg und Theater beziehungsweise Herzog-Ernst-Gymnasium. „Das ist schon ein Brennpunkt“, sagt der Polizei-Sprecher. „Vor allem morgens, wenn dort viele Schüler unterwegs sind und auch Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, ist dort höchste Aufmerksamkeit angesagt.“ Nicht selten, dass deshalb auch die Polizeibeamten vor Ort sind und die Situation im Auge haben. Was Richter den Verkehrsteilnehmern ganz allgemein für das Verhalten am und im Kreisverkehr mitgeben möchte? „In aller Ruhe genau hingucken und langsam fahren.“

Von Ines Bräutigam

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