Geldinstitute raten Vereinen zu rechtzeitiger Umstellung auf neue Zahlungsmethode

84 Prozent sind bereit für SEPA

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IBAN an Stelle der Kontonummer, BIC ersetzt die Bankleitzahl: Ab dem 1. Februar muss bei Firmen und Vereinen das neue Zahlungsverfahren funktionieren.

Uelzen. Die Umstellung der Überweisungen und Lastschriften auf das SEPA-Verfahren wird vielfach unterschätzt. Das hat die Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg festgestellt.

Dirk Feuerriegel aus dem Vertriebsmanagement rät daher dazu, dass Firmen und Vereine sich mit der neuen Zahlungsweise auseinandersetzen, bevor sie nach der entsprechenden Verordnung zum 1. Februar gesetzlich in Kraft tritt. Denn dann können nationale und europaweite Überweisungen und Lastschriften von Unternehmen und Vereinen nur noch nach dem SEPA-Verfahren durchgeführt werden. Kreditinstituten ist es ab dem 1. Februar untersagt, andere Zahlungsaufträge von diesen Kunden entgegen zu nehmen. Für Privatpersonen gilt die anstehende Änderung erst ab 2016. Läuft in der Wirtschaft die Umstellung schief, bestehe die Gefahr, dass Firmen „keine Zahlungen erhalten und im schlimmsten Fall insolvent werden“, erklärt er.

Auch die Volksbank Uelzen-Salzwedel schlägt deshalb vor, schon vorher die neue Zahlungsweise zu testen, um gegebenenfalls Fehler rechtzeitig zu erkennen. Bei der Bank seien etwa 84 Prozent der betroffenen Kunden bereits imstande, Lastschriften per SEPA-Verfahren zu tätigen, erklärt Hans-Hermann Grote, SEPA-Beauftragter der örtlichen Volksbank. Er weiß, dass vor allem manche Vereine sich noch nicht mit der Änderung auseinandersetzen – für den Fall, dass Anfang dieses Jahres noch neue Kassenwarte gewählt werden. Auch diejenigen Institute, die lediglich zweimal pro Jahr Lastschriften tätigen, „lassen sich noch Zeit“, so Grote.

Beide Geldinstitute haben bei Informationsveranstaltungen Vertretern von Firmen und Vereinen die neue Vorgehensweise nahegelegt. Anfang Dezember seien etwa 51 Prozent der hiesigen Kunden bereit gewesen für das neue Zahlverfahren, berichtet Karsten Meyer, Regionalleiter Firmenkunden bei der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg. Im November hätten die zuständige Abteilung der Sparkasse 900 Anfragen erreicht, von denen der größte Teil das SEPA-Verfahren betroffen habe, teilt Dirk Feuerriegel mit. Normalerweise würden sich bei der Sparkasse monatlich etwa 200 Kunden melden.

Für die Umstellung werden Gläubiger-IDs benötigt, und die Kontodaten müssen auf Briefen und Rechnungen ausgetauscht werden. IBAN ersetzt ab dem 1. Februar die Kontonummer und BIC die Bankleitzahl. Dementsprechend müssen auch die Buchhaltungssysteme angepasst werden, erläutert Corinne Karius, Projektleiterin SEPA der Sparkasse.

Von Diane Baatani

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