Amtsarzt Dr. Gerhard Wermes rät zur Vorsorge gegen grippale Infekte in der kalten Jahreszeit

Elf Prozent der Kinder sind krank

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Mit Schal und Fieberthermometer im Bett: Derzeit kämpfen elf Prozent der Kinder in Kindertagesstätten mit Erkältungen.

Uelzen/Landkreis. Die Temperaturen fallen und statt der Sonnenbrille wird immer häufiger der Regenschirm benötigt. Der Herbst zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Damit steigt das Risiko für Erkältungen.

Mit Dr. Gerhard Wermes, Leiter des Gesundheitsamtes Uelzen/Lüchow-Dannenberg, sprach AZ-Redakteur Norman Reuter über die derzeitige Situation im Landkreis Uelzen und über die Frage, wie man sich vor grippalen Infekten am besten schützt.

Auszug aus dem Interview, AZ von Donnerstag, 23.10.2014:

Der Herbst zeigt sich von seiner ungemütlicheren Seite. Sind damit schon grippale Krankheitsfälle im Landkreis ein Thema?

Wir haben ja unser Überwachungssystem zu Infektionskrankheiten, über das Angestellte von fünf Kindergärten im Kreis Erkrankungen von Kindern melden. Daraus berechnen wir den Anteil von Fällen für den Landkreis und können sehen, wie stark Viren im Umlauf sind. Da zeigt sich, dass wir schon eine hohe Aktivität an grippalen Infekten haben. Elf Prozent der Kinder an Uelzener Kindertagesstätten sind in der vergangenen Woche krankgemeldet worden. Das ist zurzeit auch mehr als in Nachbarlandkreisen. Das heißt, dass wir da den Wetterumschwung schon zu spüren bekommen.

Sind das Erkältungs- oder Grippefälle? 

Das sind grippale Infekte, also umgangssprachlich Erkältungen mit Husten, Schnupfen und Fieber. Diese Infekte verlaufen nicht so schwerwiegend wie eine Grippe, bei der Patienten häufig über eine Woche liegen und die auch Komplikationen mit sich bringt.

Was können die Kreisbewohner unternehmen, um sich gesund zu halten? 

Wir wissen, dass mit der kalten Jahreszeit die Infektionen der oberen Atemwege zunehmen und da ist es natürlich wichtig, vorzubeugen. Das kann man machen, indem man viele Vitamine zu sich nimmt, Gemüse isst und außerdem ausreichend trinkt. Gerade bei älteren Menschen lässt das Durstgefühl nach. Sie sollten also regelmäßig trinken. Jeder sollte sich natürlich warm anziehen und auch bewegen, nicht nur in geschlossenen Räumen sitzen, sondern ruhig auch nach draußen gehen.

Von Norman Reuter

Lesen Sie das ganze Interview am Donnerstag im E-Paper und in der gedruckten AZ.

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