Programm für Arbeitslose

Im August 2009 ist das Angebot von der „Neuen Arbeit“ übernommen worden, deren Hauptsitz in Lüneburg ist. Bei der Einrichtung werden verschiedene Maßnahmen im Auftrag der Agentur für Arbeit Uelzen durchgeführt. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Die Räume sind heller und von der Straße aus besser zugänglich: Die Zweigstelle der „Neuen Arbeit“ Lüneburg-Uelzen ist von der Ringstraße an die Veerßer Straße 64 umgezogen. Und mit dem Standort-Wechsel konnten die Mitarbeiter auch ein Stück Vergangenheit dieser Einrichtung hinter sich lassen. Denn ein Teil des aktuellen Angebots der Diakonischen Gesellschaft für Arbeit und Bildung gehörte ursprünglich zum Programm der gemeinützigen Diakonie GmbH, die vor zwei Jahren insolvent ging.

Die Uelzener Zweigstellenleiterin und Bildungskoordinatorin Heide Lüdemann war ebenfalls vorher bei der Diakonie gGmbH beschäftigt. Der Abschluss ist nun deutlich durch die räumliche Trennung, sagt sie zufrieden und sieht darin eine Chance für die künftige Arbeit. Obwohl sie keine Animositäten gegenüber der Diakonie hege, betont Lüdemann, sie sei schließlich selbst in der Diakonie aktiv und zum Beispiel auch an der Organisation der Woche der Diakonie beteiligt.

Im August 2009 ist das Angebot von der „Neuen Arbeit“ übernommen worden, deren Hauptsitz in Lüneburg ist. Bei der Einrichtung werden verschiedene Maßnahmen im Auftrag der Agentur für Arbeit Uelzen durchgeführt.

Dazu gehören die Vermittlung in Arbeitsgelegenheiten wie Hausaufgaben-Betreuung in den Kirchengemeinden St. Johannis und St. Petri und im Mehrwertladen. Für 53 Plätze ist das Angebot ausgerichtet.

Unter „HausArbeit“ ist eine Arbeitstrainingsgruppe für acht langzeitarbeitslose Frauen zu verstehen, deren Vermittlung aufgrund ihrer persönlichen Hintergründe schwieriger ist.

In der Gruppe „GrünArbeit“ werden zwölf Langzeitarbeitslose mit ähnlichen Vermittlungsschwierigkeiten gefördert. In der Gruppe sind hauptsächlich Männer, viele aus einem Methadon-Programm oder auch einige Alkoholiker.

In beiden Gruppen geht es um eine sozialpädagogische Intensivbetreuung. Das 14-tägige gemeinsame Frühstück in den jeweiligen Gruppen bedeutet für manche Teilnehmer eine große Herausforderung.

Zusätzlich führt die „Neue Arbeit“ Qualifizierungsmaßnahmen durch, die vom Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen des Programms „Arbeit durch Qualifizierung“ gefördert werden. Dieses wird kofinanziert durch die Agentur für Arbeit.

Langzeitarbeitslose können an der Weiterbildung „LandWerk“ teilnehmen, die seit Februar in den Jabelmannhallen untergebracht sind, und werden dort in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Friedhofs- und Landschaftspflege, Landwirtschaft, Haustechnik geschult.

Im Fachbereich „Haus-Dienste“ werden die Teilnehmer in der Nahrungszubereitung und im Umgang mit Kindern, erkrankten und dementen Personen geschult. Die einjährige Qualifizierungsmaßnahme wird mit Praktika verbunden. Die aktuelle Gruppe hat gerade ihre Zwischenprüfung in den Räumen der Berufsbildenden Schulen II hinter sich. Zum Monatswechsel stößt eine weitere Gruppe dazu, die sich nur ein halbes Jahr schulen lässt. Die Qualifizierung sei nicht mit einer dreijährigen Ausbildung vergleichbar, sagt Gesine Bohl. „Es gibt einen erhöhten Bedarf an Haushaltskräften für Senioren, die noch zu Hause leben wollen.“

Von Diane Baatani

Kommentare