Kreisfeuerwehr-Bereitschaft Umwelt simulierte bereits am Samstag bei Übung einen Gefahrgut-Unfall

Proben für den Ernstfall

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Bei dem Gefahrgut-Unfall, der von der Kreisfeuerwehr-Bereitschaft Umwelt simulierten wurde, mussten die Einsatzkräfte nicht nur zwei Personen retten. Mehrere Fässer waren leck geschlagen, aus denen gefährliche Stoffe austraten.

Uelzen. Chaotisch sieht es auf dem Übungsgelände bei der Firma Vereinigte Saatzuchten Ebstorf-Rosche im Uelzener Hafen aus: leck geschlagene Fässer, austretende Flüssigkeiten, verletzte Personen.

Am Samstagmorgen kurz vor 7 Uhr wurde die Kreisfeuerwehr-Bereitschaft Umwelt des Heidekreises alarmiert.

Nach dem Eintreffen in der Hansestadt klärte der Kreisbrandmeister auf, dass es sich um die zweijährliche Alarmübung handelt, die traditionell außerorts – diesmal in Uelzen – stattfindet. Nach einem gemeinsamen Frühstück erfolgte die Alarmierung zum eigentlichen Übungsobjekt, dort soll es zu einem unklaren Gefahrgutunfall gekommen sein.

Als der Fachzug Atemschutz/Strahlenschutz den Unfallort erkundet, stellte der erste Angriffstrupp fest, dass mehrere Gebinde leck geschlagen waren. Zwei Personen wurden außerdem durch auslaufenden Chemikalien verletzt. Sie wurden in der Dekontamination in Sicherheit gebracht und danach medizinisch versorgt.

Als nächstes haben die Mitglieder die verschiedenen Gefahrstoffgebinde identifiziert und Maßnahmen zur Abdichtung ergriffen. Parallel dazu nahm der Fachzug Messen/Spüren Messungen vor, ob eine Gefährdung für die Umgebung bestand. Im weiteren Verlauf wurden die auslaufenden Gebinde abgedichtet und umgepumpt. Die Experten der Dekontamination reinigten die eingesetzten Chemikalienschutzanzüge.

Im Einsatz waren 75 Kräfte mit 20 Fahrzeugen. Nach Übungsabschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen, bei dem die beiden Kreisbrandmeister Helmut Rüger (Uelzen) und Hartmut Staschinski (Heidekreis) die Arbeit der Ehrenamtlichen lobten.

Einige kleinen Verbesserungspotenziale wurden erkannt. Sie werden in naher Zukunft aufgearbeitet. Die Kreisfeuerwehr-Bereitschaft Umwelt setzt sich aus Mitgliedern der Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis zusammen.

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