Der Preis kennt nur eine Richtung

Energie ist längst nicht mehr eine Sache des Kleingeldes – zum Jahreswechsel erhöht mehr als die Hälfte der deutschen Stromanbieter die Preise.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Von der „größten Erhöhungswelle aller Zeiten“ spricht das Verbraucherportal „Verivox“ – und auch Kunden der örtlichen Stromanbieter werden von Preiserhöhungen nicht verschont. Rund 6,5 Prozent teurer wird zum 1. Januar 2011 der Strom bei den Stadtwerken Uelzen, Konkurrent SVO Energie wird voraussichtlich zum 1. Februar nachziehen.

Stadtwerke-Sprecher Mirco Pinske weist darauf hin, dass der reine Strompreis seines Unternehmens eigentlich gar nicht ansteigt: „Wir geben nur die Erhöhung der Umlage für Erneuerbare Energien zum Teil weiter“, betont er. Diese EEG-Umlage steige zum 1. Januar um 1,765 Cent je Kilowattstunde, die Stadtwerke erhöhen den Strompreis in ihrem Basistarif jedoch nur um 1,4 Cent auf dann 23,05 Cent je Kilowattstunde: „Ohne die Umlage-Erhöhung hätte es sogar eine Preissenkung gegeben“, betont der Stadtwerke-Sprecher. Der Anteil von Abgaben und Steuern am Strompreis mache ab Januar bereits 47 Prozent aus – dieses Jahr sind es noch 43 Prozent.

Auch die SVO Energie wird angesichts der höheren EEG-Umlage nicht um eine Preiserhöhung herumkommen, sagt deren Sprecher Ralf Horst: „Das können wir einfach nicht mehr kompensieren.“ Noch nicht fest stehe, um wie viel Prozent der Preis erhöht werde, so Horst: „Wir wollen noch abwarten, wie sich andere Faktoren wie die Netzentgelte auswirken.“ Derzeit kostet die Kilowattstunde im Basistarif bei der SVO Energie 21,11 Cent.

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