Essensreste können auch in die Komposttonne / Erdgas-Ausbeute besser als zunächst angenommen

Potenzial in Pommes und Paprika

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Organische Abfälle sollten komplett in den Kompost, und nicht mehr zum Teil in den Restmüll, so eine Mitteilung des Kreises. Bisher bestehen etwa 23 Prozent des Restmülls aus verrottbaren Stoffen, die in Borg zu Biogas gemacht werden könnten.

Uelzen/Landkreis. Bisher sollten Essensreste jeder Art nicht in den Kompost. Was unverständlich klingt – Pommes und Spaghetti sind grundsätzlich organisch – hatte einen sehr praktischen Grund: Das Entsorgungszentrum Borg hatte keine Lagermöglichkeit und befürchtete Ungeziefer.

Das ändert sich jetzt. Energiereichere biologische Abfälle können nun in die Komposttonne und nicht wie bisher in den Restmüll. Und das, so heißt es von der Kreisverwaltung, könne sogar Geld für den Verbraucher bringen.

Hintergrund der Änderung ist ein neuer Trockenfermenter bei dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises (awb), der seit Juni des Jahres auf der Anlage bei Borg steht. Der Trockenfermenter produziert aus organischen Abfällen Gas, das mit zwei Blockheizkraftwerken „verstromt“ wird, also elektrische Energie erzeugt, die dann wieder im Entsorgungszentrum genutzt wird. Überschüsse kommen ins Energienetz.

Von Kai Hasse

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