Polizeidirektion informierte zu Lovemobilen / Kreis: Jugendschutz ist hoch zu bewerten

„Intensiver Abwägungsprozess“

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Wie viele Lovemobile in der Region zu finden sind, darüber infor- mierte die Polizeidirektion am Mittwoch.

nre Uelzen/Lüneburg. Die Polizeidirektion Lüneburg hat Vertreter von Landkreisen, Forstmitarbeiter und Grundstückseigentümer über die Anzahl und Standzeiten von sogenannten Lovemobilen im Gebiet der Polizeidirektion informiert.

Die Daten dazu waren, wie berichtet, in den vergangenen Wochen von Polizeibeamten im Rahmen der Diskussion um eine Einführung von Sperrgebieten für Lovemobile erhoben worden. Vorgestellt wurden am Mittwochnachmittag auch noch einmal die gesetzlichen Bestimmungen zur Einführung solcher Sperrgebiete.

Die Vertreter der Uelzener Kreisverwaltung haben von der Präsentation in Lüneburg mitgenommen, dass es „sich bei der Frage, ob entsprechende Sperrgebiete eingerichtet werden beziehungsweise eingerichtet werden können, um einen sehr intensiven rechtlichen Abwägungsprozess handelt“, heißt es auf AZ-Nachfrage. Dieser Abwägungsprozess müsse auf der einen Seite die Frage der freien Gewerbeausübung und damit die Individualinteressen ebenso bewerten wie auf der anderen Seite die Frage des Jugendschutzes und damit das Allgemeinwohl. Aus Sicht der Kreisverwaltung sei der Schutz der Jugend, der Verfassungsrang genieße, ausgesprochen hoch zu bewerten. Und er könne damit Grundlage für das Ausweisen von Sperrgebieten sein.

Der Landkreis Uelzen hatte schon vor der Vorstellung der Ergebnisse zu den Lovemobilen einen Antrag auf Prüfung eines Sperrgebietes entlang der B 4 zwischen Suderburg und Breitenhees gestellt. Gestern betonte der Kreis, dass die Zuständigkeit für diese Bewertung und die Entscheidung für das Ausweisen eines Sperrgebiees bei der Polizeidirektion Lüneburg liege.

Die Polizeidirektion hatte bereits vor der Präsentation klargestellt, dass Entscheidungen erst nach der Informationsrunde vom Mittwoch getroffen würden. Über die Schritte würde informiert werden.

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