Polizeidirektion informiert über Anzahl der Prostituierten im Landkreis

Ergebnisse zu Lovemobilen

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Wie viele Prostituierte im Landkreis Uelzen in Wohnwagen ihre Dienste anbieten, werden Vertreter der Kreisverwaltung bei einer Besprechung mit der Polizeidirektion erfahren.

Uelzen/Lüneburg. Die Polizeidirektion Lüneburg will nun in der übernächsten Woche vor Vertretern von Landkreisen, Förstern und Grundstückseigentümern über die Anzahl und Standzeiten von sogenannten Lovemobilen im Gebiet der Direktion berichten.

Wie die Sprecherin der Polizeidirektion, Wiebke Henning, gestern gegenüber der AZ sagte, sei der Termin als Informationsveranstaltung gedacht, bei der in Form einer Präsentation die von Polizeibeamten in den vergangenen Wochen zusammengetragen Informationen zu den Wohnmobilen vorgestellt würden. Unter anderem waren von Beamten Standorte von Wohnwagen und Zeiten, zu denen die Fahrzeuge an Straßenrändern zu finden waren, erfasst sowie die Eigentümer der Abstellplätze ermittelt worden. Die Teilnehmer der Besprechung, so Henning weiter, hätten ebenfalls die Gelegenheit, ihre Einschätzungen und Erkenntnisse zu den Lovemobilen im Gebiet der Polizeidirektion kund zu tun. Eine Entscheidung zur Frage, ob eine Sperrgebietsverordnung für Lovemobile erforderlich ist, werde es an diesem Tag noch nicht geben.

Über das Ausweisen von Sperrgebieten letztendlich zu befinden hat, wie die AZ berichtet, die Polizeidirektion Lüneburg, die, nachdem die CDU-Landtagsfraktion und Gleichstellungsbeauftragte der Kreise die Diskussion um die Wohnwagen angeschoben hatte, die Kommunen und Eigentümer mit ins Boot holte. Als Grundlage für eine Entscheidungen waren zudem von Polizisten aus den Dienststellen die Daten erhoben worden. Denn der Erlass einer Sperrgebietsverordnung ist nach Angaben der Polizeidirektion dann geboten, wenn durch die Lovemobile der Schutz der Jugend oder der öffentliche Anstand gefährdet ist.

Der Landkreis Uelzen hat sich seinerseits in die Diskussion um Sperrbezirke eingebracht, in dem er um Prüfung eines entsprechendes Gebietes entlang der B 4 zwischen Breitenhees und Suderburg gebeten hat. Bei Breitenhees war eine Prostituierte in einem Wohnmobil Mitte Juli überfallen und gefesselt worden. Sie hatte dennoch aus eigener Kraft das Fahrzeug verlassen und so auf sich aufmerksam machen können.

Von Norman Reuter

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