Ermittlung von Einbruchsserie während eines Osterfeuers / Weniger Taten Anfang 2013

Polizei verdächtigt Uelzener Täter

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2012 war die Zahl der Einbrüche gestiegen.

Uelzen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist bundesweit gestiegen, diesen Trend bestätigt auch die Statistik für den Kreis Uelzen vom vergangenen Jahr.

Nach Ansicht von Jan-Olaf Albrecht, Leiter des Uelzener Kriminalermittlungsdienstes, ist es in diesem Fall für Uelzen offensichtlich von Vorteil, nicht ganz so gut an Hamburg angebunden zu sein: Die meisten Einbrüche werden dort verübt, wo die Täter schnell fliehen können – in der Nähe von Autobahnen, erklärt er.

Von Tätern, die aus dem Raum Hamburg kommen, im hiesigen Landkreis eine Einbruchsserie starten und verschwinden, bevor die Polizei aufmerksam wird, sei Uelzen kaum betroffen. Die Polizei ermittelt derzeit Einbruchsserien, hinter denen sie heimische Diebe vermutet. Zur Jahreswende sei beispielsweise nachts in eine Reihe von unverschlossenen Häusern im Kreis eingebrochen worden. Und während des Osterfeuers am Ostersonnabend bekam die Polizei es mit „sechs klassischen Einbrüchen“ in Veerßen zu tun. In den beiden Fällen wie auch bei einer Einbruchsserie im vergangenen Jahr in Häuser von Organisationen und Firmen in Veerßen und Holdenstedt arbeiten die Beamten noch daran, die Täter ausfindig zu machen.

Je mehr Diebstähle, desto geringer ist die Aufklärungsquote, bedauert Albrecht. Denn die Ermittlung von Einbrechern, nachdem diese längst wieder verschwunden sind, bedeute einen hohen Arbeitsaufwand für die Kollegen. Im Bereich Einbruchsdiebstahl, im Erkennungsdienst und bei der Tatortarbeit sei nun zusätzliches Personal eingesetzt. Und im Streifendienst werde stärker auf auswärtige Kennzeichen geachtet.

Von Diane Baatani

Mehr zur Einbruchsstatistik am Dienstag im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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