Verdächtiger Mann bei Kunsthandwerkermarkt gesehen / Warnung vor unachtsamem Ausführen an der Stadthalle

Polizei sucht mögliche Giftköder

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Uelzen. Die Polizei Uelzen warnt Hundebesitzer vor unvorsichtigem Gassigehen im Bereich der Stadthalle bei der Straße An der Zuckerfabrik. Dort könnte jemand versuchen, Hunde zu vergiften.

Konkretere Hinweise darauf gibt es seit dem vergangenen Wochenende: Während eines Kunsthandwerkermarkts in der Halle hatten die Veranstalter gesehen, wie ein älterer Mann Hackfleischbällchen ins Gebüsch legte. Ulrich Berkau, der die Märkte zusammen mit seiner Frau Ingrid betreibt, erklärte auf AZ-Nachfrage, dass man den Mann angesprochen habe. „Er sagte, er wolle Katzen füttern“, sagt Berkau. Und er beschreibt, dass der Mann ein Brettchen mit einer Art Gehstock daran hatte, auf dem man etwas schneiden oder zubereiten konnte. Ein Schälchen habe er auch gehabt. „Das sah sehr suspekt aus“, erklärt Berkau.

Die Polizei Uelzen ist derzeit noch mit den Ermittlungen beschäftigt. Man habe Fleisch in den Gebüschen gefunden, das möglicherweise von dem Mann stammte. Das Material werde derzeit untersucht, sagte Polizei-Sprecher Kai Richter. Noch stehe nicht fest, ob Gift darin war oder nicht. Ob also Gift von dem älteren Mann stamme, sei noch unklar. Die Polizei beschreibt den Mann als etwa 60 bis 65 Jahre alt, etwa 1,70 Meter groß, mit Mütze und dunkelblauer Jogginghose. Er solle sich bei der Polizei melden. Mögliche weitere Zeugen sollen sich ebenfalls unter (0581) 9300 bei der Polizei melden.

Bereits Mitte Januar war ein Hund gestorben, kurz nachdem er bei der Stadthalle ausgeführt worden war.

Von Kai Hasse

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