Brennpunkt Stadtwald

Polizei kontrolliert sieben Stunden lang neues Tempolimit: 102 Fahrer zu schnell

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Schwierige Lichtverhältnisse, wenn die Sonne durch die Bäume scheint: die L 250 zwischen Uelzen und Westerweyhe.

Uelzen. 102 Bußgeld- oder Verwarnverfahren, zwei Fahrverbote – das ist die Bilanz der ersten großen Geschwindigkeitskontrolle auf der Landesstraße 250 zwischen Uelzen und Westerweyhe nach der Einführung von Tempo 80.

Sieben Stunden lang überwachte die Polizei den Verkehr im Uelzener Stadtwald; dieser Streckenabschnitt gilt als einer der unfallträchtigsten im gesamten Landkreis. Schwierige Lichtverhältnisse durch dichten Baumbewuchs überfordern viele Kraftfahrer, bei Überholmanövern kam es deshalb immer wieder zu schweren Unfällen (AZ berichtete).

Vergangene Woche war die Geschwindigkeit deshalb dauerhaft von Tempo 100 auf 80 km/h gesenkt worden. Kuriosum am Rande: Die Verkehrsschilder wurden schon nach kurzer Zeit gestohlen – jetzt aber sind sie fest im Erdreich verankert.

Bei der siebenstündigen Kontrolle am Mittwoch überprüfte die Polizei die Geschwindigkeit von insgesamt 2050 Fahrzeugen. „Die meisten Verstöße waren im moderaten Bereich zwischen 11 und 15 km/ zu schnell“, bilanziert Polizeisprecher Kai Richter. Teuer wird es nur für knapp ein Dutzend Kraftfahrer, sie waren mindestens 26 km/h zu schnell. „Spitzenreiter“ waren zwei Fahrzeugführer mit Tempo 127 und 126. Die Betroffenen wissen noch gar nichts von der Messung – sie bekommen in den nächsten Tagen Post.

Von Thomas Mitzlaff

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