Arben P. wartet in Hamburger Untersuchungshaftanstalt auf die Vernehmung

Polizei erleichtert über Festnahme

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Die Spurensicherung am Tatort in St. Pauli. In dieser Kaffeebar hat vermutlich der 37-jährige Arben P. mit drei weiteren Männern einen 44 Jahren alten Mann getötet.

dib Uelzen. Bei der Uelzener Polizei ist der Mann schon bekannt: Arben P. aus Uelzen wird in diesen Tagen von der Mordkommission des Hamburger Landeskriminalamtes vernommen.

Nach der blutigen Auseinandersetzung mit einem 44-Jährigen und einer 31 Jahre alten Frau an der Reeperbahn in Hamburg gilt der 37-jährige Uelzener als Tatverdächtiger und befindet sich in der Untersuchungshaftanstalt am Holstenglacis (AZ berichtete). Bei der Uelzener Polizei herrscht Erleichterung darüber, dass der 37-Jährige nun in Untersuchungshaft sitzt. Die Beamten zeigen sich nicht überrascht, dass der Mann an der Tat in St. Pauli beteiligt sein könnte. Nach AZ-Informationen ist der Kosovo-Albaner erst im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit Schutzgelderpressung aufgefallen.

Am vergangenen Donnerstag war bei dem Überfall in einer Kaffeebar in St. Pauli das 44-jährige Opfer durch mehrere Messerstiche getötet worden, die Frau hatte mit einer Schusswunde am Oberarm den Vorfall überlebt. Bislang haben Arben P. und die drei anderen Männer, die ebenfalls unter Verdacht stehen, an der Tat beteiligt zu sein, geschwiegen. Nach Angaben der Hamburger Polizei wurden für die kommenden Tage Vernehmungstermine anberaumt. Die Männer werden durch ihre Anwälte vertreten.

Nach Medienberichten könnte der Hintergrund für die Bluttat eine Auseinandersetzung zwischen den Tatverdächtigen und dem 44-jährigen Kosovaren Anfang März, ebenfalls in St. Pauli, sein. „Es gibt ganz viele Spekulationen“, weiß auch die Hamburger Polizeisprecherin Sandra Levgrün. Ihre Kollegen können diese Spekulationen jedoch nicht bestätigen. „Sie konzentrieren sich auf das Tötungsdelikt am Donnerstag“, betont sie auf AZ-Nachfrage.

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