Mehr Service für Unternehmen: Kreistag erwartet 2014 Ergebnisse

Politik macht Druck

Uelzen/Landkreis. Kleine und mittelständische Unternehmen sollen im Landkreis Uelzen besser betreut werden. Das haben sich Politik und Verwaltung nach der vergangenen Kommunalwahl zum Ziel gesetzt, um den Landkreis auch als attraktiven Wirtschaftsstandort bewerben zu können.

Um die gute Betreuung zu gewährleisten, wird eine Zertifizierung als „mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ angestrebt. 14 Kriterien sind dafür dauerhaft zu erfüllen – unter anderem müssen Bauanträge von Unternehmen binnen einer Frist von 40 Tagen abschließend bearbeitet werden. Weil bislang noch nicht alle Kriterien erfüllt wurden, wird die Kreispolitik nun ungeduldig. Sie macht beim Thema Druck.

Claus-Dieter Reese, Vorsitzender der CDU/FDP/RRP-Gruppe, richtete während des jüngsten Kreistages klare Worte an Landrat Dr. Heiko Blume. „Der Kreistag hat bei vielen Fragen geliefert, jetzt ist die Kreisverwaltung gefragt. Wir erwarten 2014 Ergebnisse bei der Zertifizierung als mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“, sagte er. In gleicher Weise äußerte sich Rainer Fabel, der für die FDP im Kreistag sitzt: „Wir halfen mit Entscheidungen zum Personal, um voranzukommen. Es muss dann 2014 auch der Fall sein, dass wir die Auszeichnung bekommen.“ Auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Jacques Voigtländer, ging auf das Thema ein. Er listete das Gütezeichen bei seinen Wünschen an die Kreisverwaltung auf.

Die Zertifizierung als „mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ ist ein Serviceversprechen an die Unternehmen. So sind mit ihr nicht nur eine schnellere Bearbeitung von Bauanträgen verbunden, sondern beispielsweise auch eine zügigere Zahlung von Rechnungen. Wer an den Landkreis schreibt, soll eine Eingangsbestätigung und möglichst bald auch eine Antwort erhalten.

Gegenüber der AZ hatte Landrat Dr. Heiko Blume im Frühjahr erklärt, dass für das Erfüllen der Kriterien Arbeitsstrukturen in der Kreisverwaltung geändert werden müssten. Er sprach diesbezüglich von einem dicken Brett, das zu bohren sei. „Doch das bohren wir“, so der Verwaltungschef seinerzeit. Wie der Kreisverwaltung nun auf AZ-Nachfrage mitteilte, sind gegenwärtig neun der insgesamt 14 Kriterien erfüllt worden.

Von Norman Reuter

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