Räumdienste seit Sonntagabend im Einsatz / Glätteunfall auf der B 4

Plötzlich ist der Winter im Kreis Uelzen da

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Wegen der Glätte auf der B 4 geriet die Fahrerin in den Gegenverkehr. Nach einer Kollision überschlug sich das Auto.

Uelzen/Landkreis. Klirrende Kälte, gestern dann Schneegestöber – doch im Vergleich zum Westen Niedersachsens ist die Region um Uelzen beim ersten Wintereinbruch des neuen Jahres noch glimpflich davongekommen.

Die Polizei registrierte laut Sprecher Kai Richter aufgrund der Glätte zwei schwerere Unfälle. Bei Melbeck schleuderte gestern Morgen um 9.25 Uhr eine 31-jährige Autofahrerin auf der Bundesstraße 4 in den Gegenverkehr. Dort kollidierte sie mit einem entgegenkommenden VW Passat eines 63-Jährigen. Der Renault wurde durch den Aufprall nach links von der Fahrbahn geschleudert und landete auf dem Dach. Beide Fahrer erlitten leichte Verletzungen und wurden vorsorglich ins Klinikum nach Lüneburg gebracht. Die Bergungsmaßnahmen dauerten gut zwei Stunden, sodass eine Spur der Bundesstraße gesperrt werden musste.

Auf der Suderburger Hauptstraße kam eine 49 Jahre alte Fahrerin eines Skoda Fabia wegen der Glätte am Sonntagabend nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Die Frau versuchte gegen 18.45 Uhr ihr Auto zu stoppen, stieß jedoch mit einem 20-jährigen Fahrer eines Opel Astra zusammen. Verletzt wurde niemand.

Mit Verspätungen hatte die Eisenbahngesellschaft Metronom am Sonntagabend vor allem auf der Strecke Bremen-Hamburg zu kämpfen. Gestern entspannte sich die Situation. Nur ein Zug von Göttingen nach Uelzen fuhr eine halbe Stunde hinter dem Plan. „Ansonsten haben wir auf den Uelzener Strecken keine Störungen“, sagte Metronom-Sprecher Harald Lukaschewsky.

Den ersten Wintereinsatz fuhr die Straßenmeisterei des Kreises Sonntagabend gegen 18.30 Uhr, berichtet Einsatzleiter Reiner Ripke. Vor allem im Westen des Landkreises habe es ab 17 Uhr recht ordentlich geschneit. Manche Hausbesitzer hätten am Montagmorgen um die 30 Zentimeter Schnee auf ihrem Grundstück liegen gehabt, weiß Ripke. Da die Kreisstraßen von den sechs Fahrzeugen bereits am Sonntagabend geräumt worden waren, seien die Kollegen gestern Morgen ganz normal zu Dienstbeginn rausgefahren.

Schon in der Nacht war die Straßenmeisterei Holdenstedt auf den Bundes- und Landesstraßen unterwegs. „Ab 3 Uhr haben wir das erste Mal geräumt“, sagt der Lüneburger Behördenleiter Dirk Möller. Um 8.30 waren die neun Streufahrzeuge erneut im Einsatz. Eher gepudert wurden Straßen und Wege in der Stadt Uelzen. Gleichwohl waren auch dort die Mitarbeiter der Betrieblichen Dienste unterwegs. „15 Fahrzeuge waren im Einsatz“, so Stadtsprecherin Ute Krüger. Vier Großfahrzeuge und elf kleinere Schmalspur-Vehikel sorgten für freie Straßen im Stadtgebiet.

Von Jens Schopp

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