Junge Band gewinnt den Uhlenstar-Wettbewerb

Platz eins für „Dreimalich“

Gefühl für Sprache, Musik und Gesellschaft: Mit einem selbstgeschriebenen Lied gegen Atomkraft haben sich „Dreimalich“ den ersten Platz beim Uhlenstar-Wettbewerb gesichert.

Die heimische Band „Dreimalich“ hat den diesjährigen Uhlenstar-Wettbewerb gewonnen. Die drei 13-Jährigen haben sich gegen sieben andere Gruppen oder Einzelinterpreten durchgesetzt.

Auf den zweiten Platz kam die Uelzenerin Nele-Marie Reinschild, den dritten Platz sicherte sich der Tänzer Rodolfo Ebeling aus Kästorf.

Mit lakonisch-gefühlvoller Stimme überzeugte Nele-Marie Reinschild aus Uelzen.

Die Entscheidung war dabei knapp: Es war „ein Ringen um die Punkte“, erklärte AZ-Redakteur Norman Reuter, der zusammen mit Wolfgang Laudan von Radio ZuSa und Jürgen Kiehl von den Sportjongleuren Dreilingen in der Jury saß. Das Ergebnis war ein gemeinsames Voting von Jury, eingereichten Zuschauerstimmen und einem Online-Voting. Die ersten drei Plätze waren mit 500, 300 und 200 Euro dotiert – gesponsert von der Volksbank Uelzen-Salzwedel und der AZ. Die fünf übrigen Gruppen und Einzelkünstler ernteten dennoch Achtung: Jeder auf der Bühne, so Reuter bei der Preisverleihung, sei ein Gewinner.

Elegant: Der drittplatzierte Rodolfo Ebeling.

Zuvor hatten die Künstler in einem eineinhalbstündigen Wettbewerb um die Gunst von Zuschauern und Jury gekämpft. Mit einer Breakdance-Nummer läutete die Gruppe „Dizwon“ (Viktor Albrecht, Stefan Dietterle, Timo Meyer) den Wettbewerb ein. Sie tanzte zu einer elektrischen Version von „Baby light my fire“, wirbelte dynamisch, die ganze Vorführung hatte Dampf und Ausdruck. Mit im Programm war auch Conni Gaul aus Uelzen, der mit „Rote Rosen“ auf seinem Knopfakkordeon die Zuschauer zum Schunkeln brachte. Sehr fein und klar war die Interpretation von „Arms of an angel“, die Laura Pflicht aus Bad Bevensen mit ihrem Vater Matthias vorführte. Enorm wechselhaft zeigte sich der HipHop-Sänger José Leonardo Jimenéz Puello aus Wolfsburg. Er begann kraftvoll und dynamisch und endete zart wie ein Balletttänzer.

Lisa-Marie Wahsner aus Bad Bodenteich hatte viele Fans, die sie auch selbst gleich mit anfeuerte. Mit „Woohoh!“ stieg sie in ihre Vorführung ein, zwischendrin warf sie ein „Und jetzt Klatschen bitte!“ ein, was das Publikum gern mitmachte. Ihre Version von „Rolling in the Deep“ war ambitioniert – und schön.

Rodolfo Ebeling, der Drittplatzierte, überzeugte durch eine schwerelose, leichtfüßige Vorführung. Er war geschmeidig, die Jury lobte seine Disziplin, und zu Recht landete er auf Platz drei. Die Zweitplatzierte Nele-Marie Reinschild überzeugte mit ihrer samtigen Stimme. Sie sang lakonisch-gefühlvoll, war aber merklich aufgeregt. Dennoch schaffte sie Platz zwei.

Begeisterung unisono gab es für die drei Jungs von „Dreimalich“. Jan Fiete Metze, Paul Leo und Marten Schenk brachten etwas schepprigen Rock mit, dazu einen eigenen Text: „Die Natur leidet, doch Ihr entscheidet – Kann man das noch reparieren?“. Die Jury stellte klar: Die Jungs hatten Musikalisches Gefühl, sprachliches Gefühl und ein Gefühl für gesellschaftliche Verantwortung. Der erste Preis ging an die Jungs aus Weste und Himbergen. (kah)

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