Abriss des Uelzener Hofes / Ende Mai startet der Neubau

Platz für Brauhaus und Wohnquartier

Der hintere Trakt des Uelzener Hofs ist bereits abgerissen. Ende Mai wird voraussichtlich der Neubau der Tiefgarage und der Eigentumswohnungen beginnen. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Der Abbruch von Uelzens Dauer-Leerstand hat bereits begonnen: Am traditionsreichen Uelzener Hof an der Lüneburger Straße in Uelzen wurde das Hintergebäude abgerissen. Nur noch der vordere Bereich und die Fassade, die unter Denkmalschutz steht, bleiben erhalten.

Nach Angaben des Bauunternehmers Horst Saevecke wird es nach den Abrissarbeiten direkt mit dem Neubau vorangehen.

Derzeit spielt Saevecke noch mit der Idee, in dem ehemaligen Hotel erneut eine Gastronomie einzurichten. Wenn er beispielsweise Interessenten für ein Brauhaus findet, wird er das gesamte umgebaute Gebäude dafür nutzen. Im anderen Fall plant er das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss im Altbau an Einzelhändler zu vermieten und dann in den Stockwerken darüber vier Wohnungen einzurichten.

Neben dem Altbau entsteht zudem eine Tiefgarage mit 20 Stellplätzen und ein neues Gebäude, indem Saevecke 15 oder 16 Wohnungen unterbringen möchte. „Wir sind daran interessiert, so viele Wohnungen wie möglich zu verkaufen“, berichtet der Bauunternehmer. Schon jetzt erhalte er viele ernsthafte Anfragen – „das spricht sich in Uelzen herum wie ein Lauffeuer“. Mindestens zwei Drittel der Interessenten – zumeist Junggebliebene im Alter ab 55 Jahren aufwärts – wollten die Eigentumswohnung für sich selbst nutzen. Und die meisten präferieren eine Wohnung im Staffelgeschoss, so der Uelzener.

„Das Ziel ist, mit dem Neubau Ende Mai oder Anfang Juni zu beginnen“, erklärt Saevecke. Der Bauantrag sei noch nicht eingereicht, weil noch die letzten Abstimmungen mit dem Architekten laufen, daher kann auch der ursprüngliche Baubeginn im April voraussichtlich nicht eingehalten werden. Der Uelzener Investor rechnet weiterhin damit, im Frühjahr 2013 mit dem Neubau fertig zu werden. Parallel dazu strebt das Unternehmen an, den alten Hotel-Trakt umzubauen, so dass dieser nicht viel später bezugsfertig ist – voraussichtlich bis Sommer 2013.

Seit Herbst 2002 wird das ehemalige Gasthaus nicht mehr genutzt, seit Jahren stand es in der Zwangsvollstreckung. Im Juli vergangenen Jahres hatte Saevecke den Zuschlag für rund 130 000 Euro bekommen. Das Um- und Neubau-Projekt bedeutet für ihn seine Investition bis zu drei Millionen Euro.

Von Diane Baatani

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