Schuhstraße/Mühlenstraße: Greyer-Stiftung verlangt Bebauung bis Ende 2014

Planung birgt Knackpunkte

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Im März 2011 wurden diese Entwürfe für die sogenannten Stadthäuser an der Schuhstraße vorgelegt: mehrgeschossige Gebäude, die in den Erdgeschossen Einzelhandel vorsahen und in den Obergeschossen Wohnraum. Zurzeit herrscht über die tatsächliche Bebauung noch Unklarheit.

Uelzen. Nein, geplant sei es so eigentlich nicht gewesen, räumt Karsten Scheele-Krogull auf AZ-Nachfrage ein. Dass aus dem Areal zwischen Schuhstraße und Mühlenstraße einmal vorübergehend Parkraum werden würde, hätte Uelzens Baudezernent nicht gedacht.

„Die Idee ist allerdings entstanden, als klar war, dass zwischen dem Abräumen der Flächen und dem Neubau noch Zeit liegen würde“, erklärt er. Damals wurde auch intensiv die Diskussion über den Wegfall der Parkplätze am Kreishaus wegen des Marktcenter-Neubaus geführt. „Da ist man dann auf die Idee gekommen, diesen Zeitraum zu nutzen“, so Scheele-Krogull.

Ein Dauerzustand soll der Parkplatz an dieser Stelle, mit dem die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (HBB) als Investor laut Baudezernent „extrem hohe Qualität abgeliefert“ habe, nicht werden. Schließlich ist da auch noch der Vertrag mit der Uelzener Greyer-Stiftung: Die ist Eigentümerin der Flächen an der Mühlenstraße und hatte sie der HBB, wie berichtet, als Erbbaugrundstücke überlassen. Und sie hatte bestimmt, dass bis zum 31. Dezember 2014 eine Bebauung erfolgt zu sein hat. „Aus heutiger Sicht“, meint Bürgermeister Otto Lukat, spreche nichts dagegen, dass der Vertrag auch eingehalten werde. Mit einem vorgesehenen Baubeginn im Frühjahr 2014 sei noch alles drin. Aber im Zweifel, fügt Karsten Scheele-Krogull an, könne man ja Verträge auch ändern. Bürgermeister Lukat ist Kraft seines Amtes Vorsitzender des Stiftungsvorstands. Bei dem Projekt Schuhstraße/Mühlenstraße gibt es mehrere Knackpunkte: Weil die HBB das Projekt mit drei Partnern entwickeln möchte und sehr verwinkelte Flächen zu beplanen sind, gestaltet sich laut Uelzens Baudezernent das Prozedere schwierig. Außerdem möchte der Eigentümer des Eckgebäudekomplexes Schuhstraße/Kleine Mühlenstraße, Martin Bodenstedt, seine Fächen selber entwickeln, soll aber in die Gesamtplanung mit einbezogen werden, so Scheele-Krogull. Darüber hinaus gebe es wohl doch noch eine Option für den Kauf des Gebäudes an der Schuhstraße 19, das als einziges im westlichen Teil der Abrissfläche stehen geblieben ist. Vor etwa zwei Jahren sei die Eigentümerin nicht zum Verkauf bereit gewesen, sagt der Baudezernent, habe diese Einstellung aber möglicherweise geändert.

Von Ines Bräutigam

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