Mit dem Bau der Ortsumgehung Kirchweyhe werden auch andere Verkehrsanbindungen diskutiert

Planspiele für die Bundesstraße 4

Die B 4 an der so genannten McDonalds-Kreuzung: Das Industriegebiet Breidenbeck gegenüber möchte gerne besser angeschlossen werden. Foto: Wendlandt

Uelzen. Das Schreiben, das gestern bei Uelzens Baudezernent Karsten Scheele Krogull einging, ist nur eine Randnotiz beim Bauprojekt „Ortsumgehung Kirchweyhe“ – doch es zeigt, wie viele Facetten die Planungen für eine neue Straße umfassen.

Die Landesbehörde für Straßenbau teilt darin mit, dass sie die derzeitige Bundesstraße 4 durch den Ort herabstufen wird, wenn der Verkehr über die neue Route rollt – für die Unterhaltung der Ortsdurchfahrt wäre dann die Stadt zuständig. Das übernimmt die Stadt gerne – schließlich hat sie jahrelang für die lärmgeplagten Anwohner Kirchweyhes gekämpft und sogar die Kosten für die Planungen der Umgehungsstraße übernommen.

Der Bau einer Umgehungsstraße ist aber auch willkommener Anlass für verschiedenste Planspiele in diversen Gremien. So wurde die Möglichkeit diskutiert, das Industriegebiet Breidenbeck besser an die Bundesstraße 4 anzuschließen. Dafür müsste der Meisterweg, der parallel zur Zufahrt der Firma Euronics verläuft, um ein paar Meter verlängert werden – allerdings läuft dort noch ein Fuß- und Radweg quer. „Natürlich diskutieren wir solche Pläne gerne, aber sie müssen auch bezahlbar sein“, sagt dazu Karsten Scheele-Krogull. Der Bund zahle nicht, die Stadt kann das Geld nicht aufbringen – „im Zuge des Baus der Ortsumgehung wird das deshalb definitiv nichts“. Abgesehen davon, dass die Vor- und Nachteile einer solchen Lösung noch längst nicht ausdiskutiert seien.

Von Thomas Mitzlaff

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