„Lässig“-Restaurant im Bahnhof empfängt im Erdgeschoss erst ab Donnerstag Gäste

Plan B für die Eröffnung

Uelzens Bürgermeister Otto Lukat überreichte bei der internen Eröffnung des „Lässig“-Restaurants im Hundertwasser-Bahnhof dem Geschäftsführer Joachim Latsch die Konzession für den gastronomischen Betrieb. Foto: Bornemann

Uelzen. Monatelang stand der Nikolaustag für die Eröffnung des „Lässig“-Restaurants im Uelzener Hundertwasser-Bahnhof fest: Am Abend vorher musste dann doch kurzfristig der große Termin abgesagt werden. Eine halbe Stunde, bevor die interne Eröffnungsfeier begann.

„Wir haben die Elektroabnahme von der Dekra nicht erhalten“, erläutert Viola Radebold, Leiterin des Restaurant-Betriebs. Daraufhin habe auch die Bahn als Eigentümerin der Räume keine Erlaubnis zur Inbetriebnahme ausgesprochen. Am vergangenen Montag um 18 Uhr entwickelte Radebold dann „Plan B“, sagt sie.

Einer der Gründe für die Ablehnung durch den TÜV war, dass nicht sichergestellt werden konnte, dass die Flucht- und Notbeleuchtung im Falle eines Stromausfalls funktioniert. Mit Hilfe von Mitarbeitern, die Gästen bei Stromausfall den Weg weisen, hätte das Problem gelöst werden können, schildert Radebold. Die Bahn habe der manuellen Sicherung aber nicht zustimmen wollen. „Das ist wirklich schade, aber die Sicherheit geht vor“, bestätigt die Betriebsleiterin. Der Elektriker habe aber hervorragende Arbeit geleistet, betont sie. Und auch Gutachter sowie Mitarbeiter der Bahn würden alle an einem Strang ziehen.

Gestern und heute werden nun die Leitungen durch einen Elektriker überprüft und Messprotokolle angefertigt. Für heute Nachmittag steht der nächste Termin mit einem Gutachter der Dekra und einem Vertreter der Bahn fest. Radebold rechnet fest mit einer Eröffnung des Restaurants im Erdgeschoss für den morgigen Donnerstag.

Da die Eröffnung mit Büffet der Köstlichkeiten und Glühwein bereits für den Nikolaustag vorbereitet war, standen die Gäste gestern trotz Terminverschiebung nicht vor geschlossenen Türen. Ein Büffet mit Salaten und warmen Gerichten wie gebackenem Ziegenkäse mit Speck und getrockneten Aprikosen war auf der Galerie im ersten Stock vorbereitet und wurde von den ersten Restaurant-Besuchern genutzt. Und im Erdgeschoss genau gegenüber vom DB Store bot der Backshop des „Lässig“ die ersten Backwaren an. Reservierungen, die für den gestrigen Abend im „Lässig“ angemeldet waren, wurden auf die Galerie verlegt.

Bei der internen Eröffnungsfeier am Montagabend hat Uelzens Bürgermeister Otto Lukat dem Geschäftsführer des „Lässig“, Joachim Latsch, die Konzession für den Restaurant-Betrieb überreicht. Von der Touristinformation der Stadt gab es für die Beteiligten der Betriebs-Gemeinschaft gebackene Herzen – als Dank dafür, dass die Touristen in Uelzens bekanntester Sehenswürdigkeit, dem Hundertwasser-Bahnhof, wieder eine Gelegenheit zum Mittagessen erhalten. Knapp 200 Gäste erlebten die Premiere mit.

Am „Lässig“ sind diverse Mitglieder des Ökoregio-Vereins aus dem Landkreis Uelzen beteiligt: die Bauckhöfe in Rosche und Klein Süstedt, die Bohlsener Mühle, der Bio-Großverbraucher-Service Nabuko sowie der Betrieb „Löwe Naturmöbel“ ein (AZ berichtete).

Von Diane Baatani

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