200 Plätze für 1000 Schüler

Der städtische Bauausschuss begutachtet die Errichtung der Mensa am Herzog-Ernst-Gymnasium: Nach den Herbstferien sollen die Schüler hier mit Mahlzeiten versorgt werden, die von außerhalb geliefert werden.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. In Zeiten leerer Kassen werden Projekte verschoben, fallen Zuschüsse geringer aus, müssen andere Vorhaben gänzlich auf Eis gelegt werden. Umso mehr freue man sich, dass die Planungen für die Mensa des Herzog-Ernst-Gymnasiums nicht dem Sparzwang zum Opfer fielen, sagt Baudezernent Karsten Scheele-Krogull. Nach den Herbstferien sollen die Schüler in dem Anbau, der derzeit auf der Seite der Albertstraße entsteht, mittagessen können. 1,15 Millionen kostet der Um- und Anbau. Viel Geld – aber das ist bereits die abgespeckte Version des Vorhabens. „Denn wir müssen damit rechnen, dass wir weniger Zuschüsse bekommen“, sagt Scheele-Krogull. Von Thomas Mitzlaff

Derzeit müssen die HEG-Schüler noch mit einem provisorischen Essbereich leben. Das neue Domizil soll dann Platz für 200 der insgesamt 1000 Schüler bieten, „das reicht für den Betrieb, denn es kommen ja nicht alle zugleich“, beantwortet Eckhard Meier, technischer Abteilungsleiter bei der Gebäudewirtschaft, kritische Nachfragen des städtischen Bauausschusses bei einem Ortstermin. Aus Kostengründen haben man sich entschieden, das Essen liefern zu lassen, also eine so genannte Ausgabe-Küche statt einer eigenen anzubieten.

Die Räumlichkeiten könnten aber auch anderweitig genutzt werden, etwa für Veranstaltungen. So wird auch eine Bühne in dem Saal gebaut. An- und Umbaumaßnahmen beschränken sich nicht auf die Schaffung einer Mensa. Ergänzend wird der Medienbereich mit Bücherei und Computerraum dort angegliedert.

Und auch die Lehrkräfte, die derzeit in einem großen und einem kleinen Lehrerzimmer, also getrennt, untergebracht sind, sollen künftig ein gemeinsames Domizil haben. Ihr Raum wird eine L-Form haben. „Insgesamt haben wird dann rund 550 zusätzliche Quadratmeter Fläche in dem Anbau sowie 500 Quadratmeter im Umbaubereich zur Verfügung“, erläutert Meier.

Ergänzt wird das Projekt dann durch das neue Atrium, „das einfach grandios geworden ist“, freut sich Scheele-Krogull. Viel Geld ist dann verbaut worden im HEG – aber fertig ist man praktisch nie: „Sie sehen ja, wie die Fassade aussieht...“, sagt der Baudezernent.

Kommentare