„Peter war einer von uns“

SPD-Gebäude an der Lüneburger Straße in Dr.-Peter-Struck-Haus umbenannt

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Das SPD-Haus an der Lüneburger Straße trägt jetzt in Erinnerung an den 2012 verstorbenen Peter Struck dessen Namen. Zur feierlichen Enthüllung kamen neben Strucks Frau Brigitte auch Klaus Peter Dehde (links) und Peer Steinbrück (rechts).

Uelzen. Seit gestern ist es amtlich: Das SPD-Haus an der Lüneburger Straße wurde in einer kleinen Feierstunde in „Dr. -Peter-Struck-Haus“ umgetauft.

Ein silberfarbenes Schild, gestaltet von dem Karikaturisten Dieter Hanitzsch, ziert nun die Fassade des erst vor kurzem renovierten Gebäudes.

Hanitzsch hat Peter Struck so porträtiert, wie viele das Uelzener SPD-Urgestein kannten: Mit der obligatorischen Pfeife im Mundwinkel und einem schelmischen Lächeln im Gesicht.

„Der Weg der Uelzener SPD war immer ganz eng mit der Person Peter Struck verbunden“, sagte Klaus-Peter Dehde, Vorsitzender des SPD Unterbezirks Uelzen Lüchow-Dannenberg vor zahlreichen geladenen Gästen. „Das und auch die Modernisierung des Hauses sind Gründe für die neue Namensgebung.“ An der Zeremonie teilgenommen hatte neben der Familie Struck und vielen Parteigenossen auch der langjährige Parteifreund und ehemalige Bundesfinanzminister, Peer Steinbrück. „Peter war einer von uns, deswegen wurde er geliebt“, so Steinbrück. „Aber er konnte auch zum Zuchtmeister werden, denn er wusste ganz genau, was es heißt, eine Fraktion zusammenzuhalten.“

Die Wege der beiden ehemaligen Spitzenpolitiker kreuzten sich zu einer Zeit, als beide eigentlich gar keine politischen Berührungspunkte hatten, aber es einte sie ein eher pragmatischer Zugang zur Politik: Vernünftig vorgehen, kleine Schritte machen und auch mal Koalitionen eingehen, lautete die Strategie, um gesetzte Ziele zu erreichen.

„Als Verteidigungsminister wollte Peter die Bundeswehr zum Bestandteil der Gesellschaft machen. Er war stolz auf seine Jungs“, erinnerte sich Steinbrück, „Einem Peter Struck wäre es aber niemals eingefallen, die Wehrpflicht abzuschaffen – er ist zu früh gestorben“. Sichtlich bewegt beendete er seine Rede mit den Worten: „Peter Struck ist nicht vergessen. Er ist gestorben, aber er ist nicht tot“.

Von Oliver Huchthausen

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