Partnerschaft mit sieben Ländern

Verena Deicke, Projekt-Koordinatorin des HEG, und der für die IT-Unterstützung zuständige Lehrer Paul Ketelhut bringen das Comenius-Zertifikat im Eingangsbereich der Schule an.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. Schüler aus dem spanischen Murcia, dem französischen Lyon oder dem schwedischen Östersund, die noch nie etwas von Uelzen gehört haben, dürften ab sofort wissen, was sich hinter dem Namen dieser Stadt verbirgt. Denn sie sind jetzt im Rahmen des EU-weiten Comenius-Projekts in einer Schulpartnerschaft mit dem hiesigen Herzog-Ernst-Gymnasium (HEG) verbunden. Gestern wurde das Zertifikat, das das HEG als offizielle Comenius-Schule ausweist, bei einer Feierstunde im Eingangsbereich des Gymnasiums aufgehängt.

„The magic of literature makes friends“ – auf Deutsch „Die Magie der Literatur schafft Freunde“ – lautet der Titel des gemeinsamen Projekts. Daran beteiligen sich Schulen aus acht europäischen Ländern: neben dem HEG sind es Schüler aus Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Italien, Litauen, Schweden und Spanien.

„Das Projekt soll die Schüler zum Lesen von Literatur motivieren“, erklärt Verena Deicke, Koordinatorin beim HEG. So hat jede Schule das Werk eines herausragenden Autors des 20. Jahrhunderts ausgewählt. Neben der nationalen Lektüre lesen die Schüler im Laufe des auf zwei Jahre angelegten Projekts drei weitere Werke. Zudem wurde eine eigene Comenius-Plattform eingerichtet. Auf dieser können Schüler und Lehrer online in Kontakt treten, Informationen austauschen und ihre Projekt-Ergebnisse einstellen.

„Die Idee ist, über die Literatur die europäische Vielfalt, verschiedene Sprachen und Kulturen kennen zu lernen“, sagte HEG-Leiterin Ursula Schreiter-Antonius bei der gestrigen Feierstunde, die von der Bläserklasse des sechsten Jahrgangs musikalisch untermalt wurde.

Doch damit sind die grenzüberschreitenden Aktivitäten des HEG noch nicht beendet: Die Gesamtkonferenz des Gymnasiums hat jetzt einstimmig beschlossen, sich um den Titel „Europaschule“ zu bewerben. Ein entsprechender Antrag soll nun beim niedersächsischen Kultusministerium eingereicht werden.

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