Parken in Nebenstraßen?

Parkplätze am Hammersteinplatz bald kostenpflichtig

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Ist das Parkhaus am Marktcenter an der Veerßer Straße fertig, soll das Abstellen des Autos auf dem Hammersteinplatz kosten.

js Uelzen. Das Parken am Hammersteinplatz wird wohl ab Sommer kostenpflichtig. Das empfahl jetzt der Ausschuss für Stadtplanung für Umweltschutz und Bauen dem Rat. Damit soll ein weiterer Baustein zur Haushaltskonsolidierung umgesetzt werden (AZ berichtete).

Die Parkscheinautomaten (Kosten 11 000 Euro) sollen aber erst dann in Betrieb gehen, wenn das im Bau befindliche Parkhaus am Marktcenter für die Autofahrer zur Verfügung steht. Dort sollen 300 Gratis-Parkplätze angeboten werden. Auf eine mögliche Konsequenz der Bewirtschaftung des Parkplatzes „Ratsteichwiesen“ wies Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull hin: „Je nachdem wie sich dann der Parkdruck in die angrenzenden Straßen verteilt, müssen wir schauen, ob wir dort die Parkdauer mit einer Parkscheiben-Regelung begrenzen.“ Das wolle man aber erst einmal ein paar Wochen lang nach Einführung der Gebührenpflicht beobachten, so Scheele-Krogull.

Der Platz wird tagsüber von zahlreichen Dauerparkern genutzt, die in der Innenstadt arbeiten. Und für die wird die neue Gebührenregelung nicht billig, wollen sie dort ihr Auto weiter abstellen.

Der Parkplatz soll generell für Kurzzeit- als auch für Tagestickets ausgelegt sein. Die Kunden können dann wählen, ob sie ein Ticket für bis zu drei Stunden (1,30 Euro je Stunde) kaufen oder ein Tagesticket für vier Euro. Bei gut 220 Arbeitstagen im Jahr (Urlaub bereits runtergerechnet) wären das 880 Euro für jemanden, der in der City arbeitet und sein Auto dort ganztägig abstellt.

Im Gespräch ist auch, Wochen- und Monats-und Jahreskarten für den Parkplatz anzubieten. „Das kann erst geprüft werden, sobald Erkenntnisse gesammelt wurden, wie die Öffentlichkeit diesen Parkplatz nach Übernahme in die Parkraumbewirtschaftung überhaupt annimmt und wie sich die Auslastung entwickelt“, so Scheele-Krogull. Aber: Bei einer trotz Gebührenpflicht weiterhin sehr hohen Auslastung, wäre die Einführung von Park-Dauerkarten nicht umsetzbar, da die vorhandenen Parkplätze ebenfalls durch Kurzzeitparker besetzt sein könnten und die Besitzer einer Dauerparkkarte in diesem Fall keinen freien Parkplatz für ihren Wagen bekämen.

Von Jens Schopp

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