Insolvenzverwalter: Ausverkauf endet wohl am 20. Juli / Gespräche zu Mietvertrag

Papeterie schließt Pforten

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Aller Voraussicht nach am 20. Juli wird die „Schimmel Papeterie“ zum letzten Mal öffnen.

Uelzen. Die „Schimmel Papeterie“ an der Veerßer Straße in Uelzen wird aller Voraussicht nach am kommenden Sonnabend ihre Pforten schließen. Das sagte der Rechtsanwalt und vorläufige Insolvenzverwalter Johannes Zimmermann aus Uelzen auf AZ-Nachfrage.

„Es könnte sein, dass der Ausverkauf auch noch ein, zwei Tage länger geht, allerdings ist ein Ende für den 20. Juli vorgesehen“, meinte Zimmermann.

Wie berichtet, hatte der Geschäftsführer der Papeterie, Joachim Lotz, einen Insolvenzantrag gestellt. Als Gründe für den Schritt gab der Geschäftsmann unter anderem eine „sehr unbefriedigenden Geschäftsentwicklung“ an, die sich 2013, insbesondere witterungsbedingt, drastisch verschlechtert habe. 1997 war Lotz durch den Kauf eines Betriebsbereiches der ehemaligen Schimmel Buchhandlung an der Bahnhofstraße, der heutigen Buchhandlung Decius, zum Geschäftsführer des Schreib- und Bürowarenhandels zunächst an der Lüneburger Straße geworden. 2009 folgte der Umzug in die Räumlichkeiten an der Veerßer Straße, in denen zuvor eine WMF-Filiale untergebracht war. Davor war in dem Gebäude ein Fachgeschäft für Haushaltswaren zu finden, das vom auch noch heutigen Besitzer der Immoblie, Cord Cordes, geführt wurde. Mit dem von Joachim Lotz gestellten Insolvenzantrag kam nun das Ende der „Schimmel Papeterie“.

Wie Insolvenzverwalter Johannes Zimmermann erklärte, führe er mit dem Rechtsanwalt des Eigentümers Gespräche, damit „baldmöglichst die Räumlichkeiten wieder vermietet“ werden könnten. „Daran ist uns gelegen“, so Zimmermann. Ob es bereits neue Interessenten für die Geschäftsräume gibt, war indes nicht in Erfahrung zu bringen. Von Eigentümerseite hieß es auf AZ-Nachfrage, dass man sich in dieser Angelegenheit nicht äußern wolle.

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