14-Millionen-Euro-Investition: Nordzucker-Werk weiht neuntes Silo ein

Das Pantheon von Uelzen

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Mit einem zünftigen Richtspruch und einem gigantischen Richtkranz wurde am neuen Silo der Nordzucker-Fabrik in Uelzen Richtfest gefeiert.

Uelzen. Es ist zwar (noch) nicht so geschichtsträchtig wie das Pantheon in Rom, selbigem aber zumindest von innen sehr ähnlich und es hat überdies mit seinen 45,5 Metern sogar einen größeren Durchmesser – das neue Silo, das 80 000 Tonnen Zucker fassen kann.

Gestern wurde die 14-Millionen-Euro-Investition mit einem Baufest gefeiert, wurde der Richtkranz – in Ausmaßen, die dem Silo gebühren – gehisst und wurde den beteiligten Firmen gedankt, die das Werden des rund 80 Meter hohen Betonrunds erst möglich machen. 8000 Kubikmeter Beton und 900 Tonnen Stahl wurden in dem Koloss verbaut.

Uelzens Werksleiter Sven Buhrmann, der technische Vorstand Axel Aumüller sowie Landrat Dr. Heiko Blume und der Projektleiter waren sich in ihren Grußworten einig: Mit dem neuen Silo ist das Nordzucker-Werk in Uelzen für die Zukunft gut aufgestellt. Und wie die sich gestalten wird, weiß niemand, gab Axel Aumüller zu bedenken: Es sei daher gut, derart große Investitionen in wirtschaftlich stabilen Zeiten zu realisieren, schließlich seien die Auswirkungen des bevorstehenden Auslaufens der Zuckermarktverordnung (wie berichtet) noch nicht abschätzbar.

Das Silo sichere letztendlich eine optimale Marktversorgung über das gesamte Kalenderjahr hinweg, so Aumüller. Insgesamt 330 000 Tonnen Zucker können mit der Fertigstellung der neuen Errungenschaft dann gelagert werden. „Uelzen produziert die breiteste Produktpalette für den Handel – aus diesem Grund war es notwendig, weitere Lagerkapazität zu schaffen.“ Lange Wege von der Produktion zur Lagerung können künftig vermieden werden.

Bereits in der nächsten Rübenkampagne, die am 23. September beginnt, wird das neue Silo im November in Betrieb genommen.

Von Ines Bräutigam

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