Partner des Ausbildungsprojekts sind zufrieden: 13 von 15 Jugendlichen vermittelt

Ein Pakt mit 350 Betrieben

Besiegelten die Fortsetzung der gemeinsamen Initiative „Mit Energie dabei“ im Kreis Uelzen: DAA-Chef Dieter Ruschenbusch (links), die Leiterin der Arbeitsagentur Uelzen, Kerstin Kuechler-Kakoschke, und der Leiter des Personalbereichs bei der SVO Energie, Martin Wiechmann. Foto: Jansen

Uelzen/Landkreis. „Mit Energie dabei“, so nennt sich die Ausbildungsinitiative gegen Jugendarbeitslosigkeit, die die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) Uelzen, die Arbeitsagentur und die SVO Energie 2008 ins Leben gerufen haben.

Jetzt ziehen die beiden Partner eine rundum positive Bilanz der vergangenen zwölf Monate. „Das Gesamtergebnis ist auch dieses Mal sehr beachtlich. Von den ursprünglich 15 Teilnehmern besitzen jetzt 13 einen Ausbildungsvertrag oder absolvieren eine weiterführende Schule“, berichtete Martin Wiechmann, Leiter des Personalbereichs der SVO Energie.

Dieser Erfolg beflügelte DAA-Chef Dieter Ruschenbusch, die Leiterin der Agentur für Arbeit Uelzen, Kerstin Kuechler-Kakoschke, und Wiechmann: Sie unterzeichneten nun den Vertrag über die Fortführung des Projekts für drei weitere Jahre.

Die gemeinsame Initiative eröffnet sozial benachteiligten Jugendlichen im Landkreis Uelzen die Chance auf eine Berufsausbildung. „Ohne die Bereitschaft der mitwirkenden Betriebe wäre das nicht möglich“, sagte Kuechler-Kakoschke. Rund 350 Betriebe in der Region unterstützen das Projekt: Sie bieten den Jugendlichen zunächst einen Praktikumsplatz, aber auch die Option auf einen Ausbildungsplatz an. Vorher vermittelt die DAA den jungen Frauen und Männern verschiedene Kompetenzen, die für ein Bestehen im Berufs- und Arbeitsleben erforderlich sind. Die Betriebe wiederum profitieren von der Ausbildungsreife, mit der die jungen Leute in die Ausbildung einsteigen, aber auch von der Betreuung durch die Mitarbeiter der DAA.

Während sich in den ersten drei Monaten nach Ausbildungsbeginn im August erfahrungsgemäß viele Ausbildungsabbrecher bei der Agentur für Arbeit meldeten, verfolgen die Absolventen des DAA-Lehrgangs konsequent ihre gesteckten Ziele, erklärte Agentur-Chefin Kuechler-Kakoschke. 47 Prozent der jungen Leute sind als Bürokaufleute tätig, elf Prozent im gewerblichen Bereich, vier Prozent im Dienstleistungssektor und fünf Prozent in der Pflege.

Alle Beteiligten des Projektes stehen zu ihrer Verantwortung, Fachkräfte für die Zukunft heranzubilden. „Die Schere zwischen den vorhandenen Ausbildungsplätzen und den Bewerbern geht immer enger zusammen“, sagte Kuechler-Kakoschke. Aufgrund der demografischen Entwicklung steht der Fachkräftemangel nicht mehr vor der Tür, sondern habe die Schwelle bereits überschritten. Ihren Worten zufolge werden der deutschen Wirtschaft im Jahr 2025 etwa 6,5 Millionen Fachkräfte fehlen. „Wir können es uns gar nicht mehr leisten, junge Menschen mit Vermittlungshemmnissen, die sie nicht selbst verschuldet haben, im Regen stehen zu lassen“, bekräftigte Roland Haedecke, Bildungsbegleiter der DAA.

Von Angelika Jansen

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