Tribünen für das Festival: Zehn starke Männer bewegen 100 Tonnen Material

„OpenR“: Ein Knochenjob für den Hörgenuss

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Mahmut Kutlu gibt Anweisung, wie die Rahmen für die Unterkonstruktion der Tribüne richtig und sicher aufgestellt werden. Bis Freitag sollen die gegenüberliegenden Tribünen stehen.

Uelzen. Mahmut Kutlu gibt noch schnell ein paar Anweisungen an seine Jungs und klettert dann auf den blauen Stapler. Die Truppe benötigt neue Rahmen, damit der Aufbau weitergehen kann.

Mit dem Stapler werden die erforderlichen Tribünenelemente an ihren Standort gefahren.

Der drahtige Mann aus der Türkei mit dem wettergegerbtem Gesicht ist bis Freitag Chef auf dem Albrecht-Thaer-Gelände. Und seine Jungs, das sind neun kräftige Männer, die die Tribünen für das „OpenR“ am ersten Juniwochenende aufbauen.

„Die Arbeit, die wir jetzt machen ist die schwierigste und wichtigste“, sagt Kutlu. Denn die Unterkonstruktion der Tribüne muss gerade und stabil stehen. Schließlich wollen auf den zwei gegenüberliegenden Tribünen bis zu 4200 Menschen sicher sitzen. Dass das Publikum auf den drei Konzerttagen auch bedenkenlos auf den Konstruktionen Platz nehmen kann, dafür trägt Kutlu die Verantwortung. Der gelernte Schlosser ist Richtmeister der Hannoveraner Tribünenfirma. Seit 38 Jahren ist er bereits in dem Geschäft tätig. Aufgebaut habe er schon in halb Europa, berichtet Kutlu. Dänemark, Griechenland, in seiner Heimat Türkei oder in der Schweiz. Kutlu und seine Leute kommen rum. „Meist bauen wir für Sportveranstaltungen wie Reit- oder Tennissturniere auf.“ Aber auch für den Formel-1-Zirkus waren er und seine Männer schon im Einsatz.

Bis die Tribünen wie geplant Freitag stehen, müssen die Männer rund 100 Tonnen Material bewegen. „Die Einzelteile der Tribünen für das Festival in Uelzen passen auf fünf Lkw“, berichtet Kutlu. Wie viele Teile es sind, das weiß selbst der Richtmeister nicht. Von den hölzernen Fußplatten, über die Rahmen bis zu etlichen Streben müssen die Männer beim Aufbau alles einmal in die Hand nehmen.

Begonnen hatten die Männer morgens um 7 Uhr mit dem Aufbau einer 36 Meter langen Tribüne mit 1200 Sitzplätzen an der Westseite des Areals. Daneben setzen sie noch mal eine 31 lange Tribüne. Die bietet 900 Zuschauern in 18 Reihen Platz. Gleiches geschieht dann auf der Ostseite des Geländes. Zwischen den Tribünen wird ein Teil bestuhlt, sodass Veranstalter Ulrich Gustävel mit 6000 Sitzplätzen aufwarten kann.

Von Jens Schopp

Uelzener "OpenR": Tribünen werden aufgebaut

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