Die Vorbereitungen in Uelzen gehen in die heiße Phase / Aufbau läuft planmäßig

OpenR-Bühne aus 150 Tonnen Material

+
Mit einem Laser wird die Unterkonstruktion der Bühne nivelliert. Die Konstruktion auf dem Albrecht-Thaer-Gelände muss auch jede Menge Technik sicher tragen können.

Uelzen 23 Jahren Bühnenbau haben Spuren hinterlassen. Sanny Sander hat sich im Winter am linken Arm operieren lassen, um zur Festivalsaison fit zu sein. „Verschleiß“, sagt der Leipziger trocken.

Trotzdem hat er beim Bühnenaufbau auf dem Albrecht-Thaer-Gelände alles im Griff. Die Vorbereitungen zum „OpenR“ gehen jetzt in die ganz heiße Phase. Gestern begannen 18 Mann der Karlsruher Firma „Megaforce“ damit, die 45 mal 15 Meter große Bühne für Elton John und die Künstler an den beiden Tagen nach dem Auftritt des Stars aufzubauen.

Lkw haben jede Menge Material herangekarrt. Für das „OpenR“ ab Freitag werden 150 Tonnen Material in der Bühne verbaut.

Am Donnerstag soll die Konstruktion, so hoch wie ein Sechs-Familienhaus stehen. 150 Tonnen Material müssen die Männer bewegen. Stapler laden die Elemente von den Lkw herunter. Sander dirigiert seine Leute, mit einem Laser wird die Unterkonstruktion kontrolliert und nivelliert. „Alles läuft jetzt wie ein Zahnradwerk ineinander“, sagt Veranstalter Ulrich Gustävel. Die meisten Firmen, die am Aufbau beteiligt seien, wüssten um Gelände und Gegebenheiten. Das beschleunige die Sache. Alles funktioniere planmäßig versichert Gustävel, der neben der Kontrolle des Aufbaus noch Interviews fürs Radio und Fernsehen gibt.

Für Donnerstag ist die Bühnentechnik avisiert. Sechs Lkw werden dann vollgestopft mit Beleuchtung, Lautsprechern und Videotechnik anrollen. Unter dem Bühnendach wird ein riesiger Videoschirm montiert. „2,5 Tonnen wiegt der Videowürfel“, sagt Sander. Wie groß der genau ist, weiß er nicht. „Ich interessiere mich da nur für das Gewicht, weil ich wissen muss, ob meine Dachlast das trägt.“ Auch neben der Bühne werden noch Videowände aufgebaut, so der 44-Jährige.

Sechs so genannte Tower werde die Bühne haben. Ein Stapler positioniert große Betonblöcke als Ballast. Schon am Vormittag lassen sich die Dimensionen der Bühne erahnen. Und da ist noch keine Traverse montiert, steht noch kein Tower.

Von Jens Schopp

Mehr zum Thema

Kommentare