Internet-Kriminalität beschäftigt Polizei / Experte beobachtet steigende Qualität bei Übergriffen

In der Onlinewelt ist niemand sicher

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Cyberkriminelle haben es häufig auf Passwörter für Benutzerkonten im Netz abgesehen.

Uelzen/Landkreis. Die Gefahr lauert nicht nur auf den dunklen Seiten des Internets: Christian Weber, Verwaltungsprofessor für Administration, Betrieb und Sicherheit an der Ostfalia-Hochschule in Suderburg, beobachtet eine gestiegenen „Qualität“ sogenannter Cyberattacken auf private und geschäftliche Rechner.

Vor wenigen Tagen erst ist es dem Bundeskriminalamt (BKA) gelungen, ein Botnetz – einen Zusammenschluss mehrerer Computer, die mit Schadsoftware infiziert wurden – zu zerschlagen. Bis zu 11 000 Computersysteme sollen infiziert gewesen sein.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Die Rechner werden über eine Schadsoftware angegriffen, mit der die Täter diesen fernbedienen können, erklärt Weber, der sich besonders intensiv mit den Themen Sicherheit und Datenschutz befasst. Er weiß: Cyberkriminelle hätten häufig den wirtschaftlichen Schaden von Webside-Betreibern zum Ziel. Von befallenen Rechnern aus würden dazu massenweise Anfragen an eine Seite geschickt, um diese zum Absturz zu bringen. „Dann ist relativ schnell Feierabend.“

Polizeiliche Ermittler seien zunehmend mit der Problematik der Internetkriminalität befasst, weiß auch Antje Freudenberg, Sprecherin der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen. Wege, um an Daten zu gelangen oder auf Rechner Zugriff zu erhalten, gibt es dabei viele: Pierre Keßler, Sachbearbeiter für den Bereich Internetkriminalität der Polizeiinspektion, weist auf die Verbreitung von Mails hin, die mit gefährlichen Anhängen versehen sind. [...]

Von Anna Petersen

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