Zehn Jahre Bürgerwindparkgesellschaft Hanstedt II

Ohne Wind keine Wende

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Hanstedt II. Vor zehn Jahren galten sie alle in Sachen Windenergie als Pioniere. Zum zehnten Jahrestag der Windparkanlage Hanstedt II freuen sich die Investoren wieder in Meyers Gasthaus zusammen zu sitzen.

„Alle sind sehr zufrieden“, betonte Per Lind, Geschäftsführer der GETprojekt GmbH und Windpark Hanstedt II GmbH & co KG, bei seiner Begrüßungsrede zur Jubiläumsfeier in Hanstedt II. Froh, dass es gelungen sei, eine Bürger-Windparkgesellschaft (BWP) auf die Beine zu stellen, die aus 42 Kommanditisten besteht, die alle aus der Region stammen. Das Interesse der ansässigen Bürger an einer Beteiligung sei so groß gewesen, dass für die Projektgesellschaft nicht ein Kapitalanteil übrig geblieben war und die GETprojekt nur noch die Geschäftsführer-Rolle übernehmen konnte. „Bei den meisten anderen Windparkprojekten, die von seiner Projektgesellschaft in den letzten Jahren realisiert werden konnten, war die Projektgesellschaft immer auch als Investor mitbeteiligt, so Lind. „Daher sind wir als Planer und Projektierer stolz, dass die damals prognostizierten Gewinnausschüttungen für die Kommanditisten nicht nur eingehalten werden konnten, sondern in dem bisher bilanzierten Zeitraum bis Ende 2011 sogar 45 Prozent höher ausfielen. “ Nun ginge die Hanstedter Windparkgesellschaft in die zweite Hälfte der Betriebszeit und nun „müssten die fetten Jahre beginnen. “.

Dabei verschwieg Lind nicht, dass höhere Reparatur- und Erhaltungskosten angefallen waren als erwartet und auch eine Änderung des Windangebots festgestellt worden war.

Darüber hinaus wies er auf eine Abschattung hin, die durch eine gerade erstellte Windkraftanlage in Lehmke zu erwarten sei. „Ungeachtet dessen, sehe ich die nächsten zehn Jahre vor allem aus dem Grund positiv an, dass die Last der Tilgung und Zinsen allmählich verschwindet und ich fühle mich sicher, dass wir auch die nächsten Jahre gut meistern werden.“

Gute Aussichten beschrieb auch der stellvertretende Geschäftsführer vom Bundesverband Windenergie Carlo Reeker, der als Festredner aus Berlin angereist war.

Trotz „Altmeiers Strompreisbremse“ und der im März für Aufregung sorgenden Ergebnisse des Kanzlergipfels zur EEG-Umlage (Umlage für Verbraucher nach dem Erneuerbare Energien Gesetz) werde die Windenergie wesentlicher Bestandteil der Energiewende bleiben. „Weniger Wind führt zum Stopp der Energiewende“, sagte Carlo Reeker.

Von Angelika Jansen

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